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Industrie 4.0

Siemens macht sich für gemeinsame Sicherheitsstandards stark

Mit der von Siemens initiierten Charter of Trust haben mehrere deutsche Großunternehmen eine Grundsatzerklärung unterzeichnet, die für mehr Cybersicherheit in allen Bereichen sorgen soll. Das betrifft auch IIoT-Fertigungsanlagen.

04.03.2018
Kai Tubessing
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Siemens macht sich für gemeinsame Sicherheitsstandards stark (Foto: SIEMENS)

Im Rahmen der Munich Security Conference (MSC) wurde unter der Führung von Siemens die Charter of Trust verabschiedet. Das Grundsatzpapier vereint führende deutsche Unternehmen im Bemühen um mehr Cybersicherheit in allen Bereichen, die von der digitalen Wende erfasst werden. Dabei denken die Beteiligten nicht nur an vernetzte, digitalisierte Fertigungsanlagen, sondern auch an kritische Infrastrukturen (Krankenhäuser, Stromnetze etc.) und Haushalte. Zu den weiteren Unterzeichnern gehören Airbus , die Allianz , Daimler , IBM , NXP Semiconductors , die Prüfgesellschaft SGS und die Deutsche Telekom .

Das Hauptziel besteht in der Schaffung verpflichtender und global einheitlicher Sicherheitszertifizierungen . Neben dem Schutz von kritischen Infrastrukturen und sensiblen Daten soll die Umsetzung der angestrebten Standards aber auch zur Kostensenkung und Vermeidung von Produktionsausfällen aufseiten der Industrie beitragen und als Vertrauen unter den Industriepartnern schaffen. Siemens pocht hier auf die internationale Zusammenarbeit von Wirtschaft und Politik. Hintergrund dieser Vertrauensoffensive dürfte die Entwicklung zu unternehmensübergreifend digitalisierten Lieferketten sein. In solchen IoT-Szenarien ist in der Tat entscheidend, dass die an der Datenübergabe beteiligten Firmen aufeinander und auf die zugehörigen Security-Implementierungen vertrauen können.