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Smartes Thermometer sichert die Kunststoffqualität

Eine neue Lösung von Fraunhofer IPA und gwk hilft bei der Überwachung der Zustands- und Prozessdaten von Temperiersystemen in der Kunststoffindustrie.

01.03.2018
Roland Freist
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(Foto: Universität Stuttgart IFF/ Fraunhofer IPA, Rainer Bez)

Bei der Verarbeitung von Kunststoff kommt es auf die richtige Temperatur der Bearbeitungswerkzeuge und des Werkstoffs an. Nur wenn die Werte exakt eingehalten werden, weisen die fertigen Produkte die gewünschten Oberflächen und Eigenschaften auf. Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA hat nun zusammen mit der gwk Gesellschaft Wärme Kältetechnik ein System vorgestellt, das die Zustands- und Prozessdaten der Temperiersysteme überwacht und bei Abweichungen von der eingestellten Norm Alarm schlägt. Logotherm 4.0 . soll in erster Linie dazu beitragen, den Ausschuss in der Produktion zu verringern. Gleichzeitig kann man damit im Sinne einer Predictive Maintenance auch den Zustand der wichtigsten Komponenten, etwa von Pumpen und Ventilen, bestimmen und ihre voraussichtliche Lebensdauer abschätzen.

Logotherm 4.0 verbindet die Temperiersysteme von gwk mit der Cloud-Plattform Virtual Fort Knox des Fraunhofer IPA. Auf diese Weise ist es möglich, über ein zentrales Dashboard die Daten aller Maschinen auf einen Blick zu erfassen. Dazu zählen neben der Temperatur auch die Durchflussmenge, der Druck und die Leistung. Der Industrie-4.0-Ansatz kommt hinzu, wenn die Daten aus der Produktion nicht nur erhoben, sondern auch intelligent weiterverarbeitet werden. In diesem Fall erfolgt das mit einem im Hintergrund laufenden Condition Monitoring Service, der Fehler und Abweichungen auf dem Dashboard anzeigt. Über einen zusätzlichen Notification Service bekommen die Verantwortlichen bei Problemen automatisch eine Benachrichtigung.