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So leicht wird man König!

HICOMPELT, der auf der INDUSTRIAL SUPPLY erstmals vorgestellte Verbundwerkstoff für Anwendungsfelder, in denen es auf hohe Bauteilfestigkeit sowie auf niedrige Bauteilgewichte ankommt, wurde im September von der Landesagentur für Leichtbau Baden-Württemberg mit dem Titel "ThinKing" ausgezeichnet.

20.09.2017
ThinKing-HICOMPELT

Mit dem neuen Werkstoff HICOMPELT sollen sich Carbon- oder Glasfasergelege mit besonders hohem Faseranteil herstellen lassen. Die Firma Handtmann Elteka produziert dieses neuartige Verbundmaterial mit dem innovativen T-RTM-Verfahren. HICOMPELT soll zahlreiche Produktionsvorteile bieten und interessant für die Automobil- und Luftfahrtbranche sein. Zudem will das Traditionsunternehmen mit HICOMPELT auch in punkto Reparatur- und Recyclingfähigkeit überzeugen.

Durch die Verwendung von dünnflüssigen Gusspolyamiden PA 6C oder dem hochwertigeren PA 12C Lauramid als Matrixwerkstoff lässt sich bei HICOMPELT ein besonders hoher Faservolumenanteil von bis zu 65 Prozent erzielen. Carbonfaser-, Glasfaser- oder auch Mischgelege werden mit diesen beiden Thermoplasten infiltriert und in einem Near-Net-Shape-Verfahren endkonturnah hergestellt. Zudem sollen sich auch Metallelemente wie Bolzen oder Metallteile bei der Herstellung formschlüssig einbinden lassen. Interessant, so das Unternehmen, sei diese Near-Net-Shape-Fertigung vor allem aus Kostensicht, denn das Verfahren minimiere sowohl Material- als auch Prozesskosten. Mit Zykluszeiten von lediglich drei Minuten sollen Bauteile produziert werden können.

Ein neues Produktionsverfahren ist die Grundlage für die Stabilität der entstehenden Bauteile: Im so genannten T-RTM-Verfahren (Thermoplastisches Resin Transfer Molding) wird das Matrixmaterial, ein PA 6C oder PA 12C, erst just-in-time aufgeschmolzen, dann in noch flüssiger Form in das vorgeformte Gelege eingebracht und schließlich zum jeweiligen Bauteil gepresst. Die Infiltration mit den Thermoplasten soll den besonders hohen Faservolumenanteil von bis zu 65 Prozent ermöglichen. Weitere Vorteile: Zum einen benötigt das Bauteil nach der Entnahme aus der Presse praktisch keine Nachbearbeitung, zum anderen sind aufgrund der kurzen Zykluszeiten auch Großserien mit lediglich einem Werkzeug realisierbar.

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