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Startup bekämpft die Schattenverluste bei Photovoltaik

Wo Licht ist, da ist auch Schatten: Niemand weiß das besser als die Betreiber von Photovoltaik-Anlagen. Eine Neugründung an Hochschule Karlsruhe will solche Energieverluste minimieren – zum günstigen Preis.

30.09.2018
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Startup bekämpft die Schattenverluste bei Photovoltaik (Foto: Jan Holthaus/HsKA)

Das Startup BRC Solar präsentiert zwar nicht die erste Lösung, um Schattenverluste bei Photovoltaik-Anlagen zu minimieren. Jene der Mitbewerber seien aber entweder günstig und ineffizient, oder sie hätten einen hohen Wirkungsgrad und einen ebensolchen Preis, erklären die Gründer auf Youtube . Tatsächlich kam das Energieportal beegy.com Ende 2016 in einer Betrachtung sogenannter Leistungsoptimierer zu dem Schluss, dass diese sich bei Preisen zwischen 175 und 200 Euro nicht immer lohnen. BRC Solar hingegen will mit seinem Zusatzmodul gute Leistung für nur 35 Euro bieten.

Bereits kleine Schatten können bei Photovoltaik-Modulen große Auswirkungen haben. Liegt nur ein Zwanzigstel der Oberfläche im Dunkeln, könne dies den nahezu vollständigen Ausfall des Panels verursachen, erklären die Jungunternehmer. Das Problem führt sich selbst fort, weil die Module meist hintereinander in Reihe geschaltet sind. Sinke in einem Modul der Strom, dann sinke er in der gesamten Anlage, hebt Richard Brace, CTO von BRC-Solar, hervor. Das Startup kontert mit einer patentierten Schaltung, die nur an verschattete Module angebracht wird. Das erhöhe den Wirkungsgrad des Gesamtsystems und reduziere den Investitionsaufwand.

Entwickelt und getestet wurde das Kästchen an der Hochschule Karlsruhe , wo es nach Unternehmensangaben bereits bewies, dass es die Leistung von Solarmodulen mit Schattenproblemen „deutlich steigern“ kann.