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Studierende bekommen weltweit Zugriff das KIT-Roboterlabor

Es soll ein offenes Labor werden: Wissenschaftler und Studenten, Software-Entwickler und Robotiker können über ein Web-Interface Programme und Algorithmen für die Robotersteuerung testen – und zwar an realen Leichtbaurobotern von KUKA.

12.04.2018
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Studierende bekommen weltweit Zugriff das KIT-Roboterlabor (Foto: KUKA AG)

Das sogenannte Robot Learning Lab des Karlsruher Instituts für Technologie werde rund um die Uhr an allen Tagen laufen. „Das ist ein riesiges Potenzial für Crowd-Experimente“, zeigt sich Prof. Torsten Kröger , Leiter des Instituts für Anthropomatik und Robotik (IAR) am KIT überzeugt. Unter seiner Verantwortung wird das Lernlabor derzeit eingerichtet . Kooperationspartner der Experimentierplattform sind die Online-Akademie Udacity und der Roboterhersteller KUKA . Bereits jetzt stehen Leichtbauroboter zum Testen bereit, bis Jahresende sollen es noch mehr werden. Die Roboter können online angesteuert werden. Im Livestream verfolgen die Studentinnen und Studenten dann, wie die Industrieroboter auf Anweisungen reagieren. „Die Leichtbauroboter haben in ihren Gelenken Sensoren, die einwirkende Kräfte und damit auch Kollisionen erkennen können. So ist der Roboter geeignet für feinfühlige Montage-Applikationen ohne Schutzzaun auch auf engstem Raum mit dem Menschen“, sagt Rainer Bischoff, Leiter der KUKA-Konzernforschung .

Die Betreiber erwarten, dass bis zu 7500 zukünftige Softwareentwickler und Robotiker pro Jahr im Lehrlabor mit ihren selbst entwickelten technischen Lösungen und Programmen üben. Der Vorteil für die Verantwortlichen des Robotlabors: Es fällt eine Fülle von Daten an, welche die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am KIT für eigene Forschungsprojekte nutzen können. Mit connyun ist KUKA in Karlsruhe auch gleich direkt vor Ort vertreten; die Startup-Tochter stellt eine Industrie-4.0-Cloud-Plattform, die Maschinen, Komponenten und Anlagen vernetzt – und Daten für die weitere Analyse sammelt.