HANNOVER MESSE 2019, 01. - 05. April
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Logistik 4.0

Logistik 4.0 gehört die Zukunft: Die Digitalisierung eröffnet Unternehmen neue Chancen für die Vernetzung und Automatisierung ihrer Wertschöpfungs- und Lieferketten. Die Schlüssel dazu sind "intelligente" Paletten und Behälter, Warehouse-Management-Systeme sowie fahrerlose Transportsysteme.

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Logistik 4.0: Trends für digital automatisierte Lieferketten

Logistik 4.0 (engl. "Digital Logistics") hat für Lieferketten dieselbe Bedeutung wie Industrie 4.0 für Fabriken. Unternehmen können damit ihre Wertschöpfungs- und Lieferketten noch weiter automatisieren, lückenlos überwachen und insgesamt deutlich performanter gestalten.

Logistik 4.0 ist die Zukunft

Logistik 4.0 ermöglicht es, Prozesse über Unternehmensgrenzen hinweg zu verzahnen und ideal zu koordinieren. Materialflüsse lassen sich deutlich optimieren, in der Inbound- wie in der Outbound-Logistik. Unternehmen vernetzen durch Logistik 4.0 ihre Produkte und Prozesse umfassend.

Darüber hinaus können die Firmen effizienter denn je mit Kunden und Partnern zusammenarbeiten – seien es Lieferanten, Hersteller, Großhändler, Einzelhändler oder Logistikdienstleister. Und am Horizont erscheint bereits ein noch ambitionierteres Ziel: eine Logistik, die sich weitgehend eigenständig organisiert und steuert.

Szenarien für Logistik 4.0

Die Technologien für eine solch ausgereifte Logistik 4.0 sind bereits da: Behälter und Waren kommunizieren schon heute in vielen Werkshallen miteinander. Auch den Mitarbeitern im Lager gehen tägliche Routinen vielerorts einfacher von der Hand: Intelligente Regale und Datenbrillen helfen ihnen dabei, Waren schnell und fehlerfrei zu kommissionieren.

Eine weitere Entlastung: Immer mehr Transportsysteme treffen eigenständig Entscheidungen, beispielsweise welche Route sie mit Blick auf die aktuelle physische Umgebung einschlagen sollen oder welcher Arbeitsschritt angesichts der gerade verfügbaren Ressourcen sinnvoll ist.

Beim Transport eröffnen intelligente Lkw, Container und Paletten neue Chancen für das Monitoring. Dank Sensoren und dem Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) melden Waren selbst, wenn ein Schwellenwert überschritten wird, beispielsweise Temperatur, Lage oder Lichteinfall. Die Fracht bleibt über die gesamte Supply Chain hinweg genau im Blick.

Sensoren spielen auch in der Beschaffung eine immer größere Rolle, wenn es etwa darum geht, den aktuellen Bestand zu messen und automatisch eine Bestellung für Nachschub anzustoßen. Bei der Beschaffung sind zunehmend auch Kommunikationsportale im Einsatz, die für schlankere Abläufe und mehr Transparenz sorgen – ein großes Plus gerade auch in komplexen Dienstleisterstrukturen.

Diese umfassende Digitalisierung aller Logistikbereiche führt nicht zuletzt zu immer mehr Daten, die in Echtzeit zur Verfügung stehen und so völlig neue Einblicke erlauben. So wird beispielsweise jederzeit klar, wie lange welcher Lieferant auf welcher Route braucht oder warum es in welchen Chargen zu Qualitätsproblemen kommt.

Unter dem Strich entsteht so ein ganzheitliches und doch hochflexibles Digital-Supply-Chain-Management aus autonom agierenden Elementen.

Die Technologien hinter Logistik 4.0

Logistik 4.0 wird erst möglich durch einen Mix aufeinander abgestimmter Technologien. Dazu zählen Global Positioning System (GPS), Barcodes, DataMatrix-Codes, Radiofrequenzidentifikation (RFID) und Sensoren, Electronic Data Interchange (EDI), Internet, Telematik, On-Premise- und Cloud-Architekturen sowie Softwareanwendungen.

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