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Integrated Energy

Ultraschneller Sensor warnt vor Wasserstoffbränden

Das Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie ICT hat ein Massenspektrometer-Messsystem entwickelt, das Gase jeglicher Art extrem schnell analysiert.

21.02.2018
Roland Ackermann
Unbenannt
Ultraschneller Sensor warnt vor Wasserstoffbränden (Foto: Fraunhofer ICT)

Wasserstoff ist in vielen Zweigen der Prozessindustrie in Verwendung, was besondere Vorsicht und genaue Sicherheitsvorkehrungen erfordert. Denn H₂ ist extrem leicht entzündlich und kann unversehens zu Explosionen oder Bränden führen. Daher gelten in der Sicherheitstechnik und beim Explosionsschutz hohe Anforderungen. In der Regel muss sichergestellt sein, dass die herrschenden H₂-Konzentrationen deutlich außerhalb des zündfähigen Bereichs liegen. Doch gab es bislang keinen kommerziell erhältlichen Wasserstoffsensor, der dynamische Wasserstoffimpulse praktisch fortlaufend analysieren hätte können.

Das Online-Massenspektrometer des Fraunhofer ICT detektiert Wasserstoff mit einer Ansprechzeit von nur 200 ms über den gesamten messbaren Konzentrationsbereich hinweg – von 1 ppm bis zu 100 %. Da die Einlasskapillare beheizt werden kann, sind auch Gasgemische mit hohem Feuchtegehalt problemlos messbar. Die Lösung lässt sich einfach an die Prozessleittechnik anbinden, auch die Turbomolekularpumpe, die laufend eine geringe Menge aus dem Prozessgas zur Prüfung entnimmt, wird direkt in die technische Anlage integriert. Die Techniker in Pfinztal haben allerdings in erster Linie wasserstoffbetriebene Hybridfahrzeuge als Einsatzszenarien im Auge – und im Vergleich zu Benzin ist H₂ eher sicherer. Das Fraunhofer ICT wird auf der Hannover Messe von 23. bis 27. April 2018 als Partner auf dem Gemeinschaftsstand Hydrogen + Fuel Cells + Batteries (Halle 27, Stand B74) vertreten sein.