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Digital Factory

Virtuelles Steckbrett vereinfacht die Maschinenkommunikation

Anlagendaten verfügbar machen, ist ein wichtiger Schritt, doch in Stuttgart hat man sich noch mehr vorgenommen: automatisierte Antworten und Aktionen auf definierte Sensorwerte.

22.04.2018
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Virtuelles Steckbrett vereinfacht die Maschinenkommunikation (Foto: Fraunhofer IPA)

Die Webapplikation MIALinx des Fraunhofer IPA verbindet Maschinen – so einfach ist das. Und es kann noch viel mehr: Dem zuständigen Fraunhofer-Experten Prof. Dominik Lucke zufolge lässt sich das System über eine grafische Oberfläche „intuitiv bedienen und konfigurieren – ohne lange Einarbeitungszeit und ohne Programmierkenntnisse“. Was dahintersteckt, ist nicht mehr einfach, sondern sehr komplex, etwa der verwendete Manufacturing Service Bus (MSB), der am Fraunhofer IPA entwickelt wird. Diesen könne man sich als „virtuelles Steckbrett“ vorstellen, der verschiedenste Datenquellen verbindet und bei Bedarf transformiert. Zu erleben ist MIALinx auf der diesjährigen Hannover Messe in Halle 17 am Stand C24 .

In Industrie-4.0-Produktionsanlagen liefert eine Armada von Sensoren unzählige Daten über den Status von Maschinen: Stromverbrauch, Temperatur, Füllstände, Mengen, Laufzeiten. Diese Datenmengen zur Optimierung der Produktion zu nutzen, selbst bei flexiblen und schnell anzupassenden Fertigungen, ist eines der Ziele von Industrie 4.0. Dazu gehört nicht nur das bloße Vernetzen von Maschinen und Produktionsmitteln, sondern ebenso das schnelle und effiziente Auswerten von Ereignissen mit entsprechenden Steuerungs- und Handlungskonsequenzen. Die webbasierte Applikation MIALinx des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA soll genau all das leisten. Es ist in der Lage, auf Ereignisse zu reagieren und Wenn-dann-Regeln auszuführen, zum Beispiel um Meldungen per SMS auszulösen oder Aktionen auszuführen, etwa einen Wartungsauftrag in ein ERP-System einzustellen. „Regelbasierte Kommunikation“ heißt das beim Sense&Act-Projekt des Fraunhofer IPA.

Auch ältere Maschinen sollen bei entsprechender Sensornachrüstung problemlos in das System integrierbar sein. Die webbasierte Applikation kann man auf dem eigenen Unternehmensserver installieren. Noch besser läuft MIALinx, so die Experten, allerdings durch Integration in die offene Cloud-Plattform Virtual Fort Knox (VFK). Auf dieser Plattform können kooperierende Unternehmen zusammenarbeiten, aber ihre Daten getrennt und sicher ablegen. In Hannover findet man den Cloud-Tresor in Halle 2 am Fraunhofer-Hauptstand C22 .

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