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HANNOVER MESSE 2019, 01. - 05. April
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Research & Technology

Wenn Autos ihre autonomen Fahrer zärtlich "Vettel" taufen

Auf dem Gemeinschaftsstand "Forschung für die Zukunft", eine Initiative der Länder Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt, demonstriert der Fachbereich "Simulation und Optimale Prozesse" der TU Ilmenau anhand einer Modellanlage, wie er das Konzept des autonomen Fahrens umsetzen würde.

27.04.2018
TU_Ilmenau_Autonomes_Fahren
TU Ilmenau Autonomes Fahren

"TU Ilmenau präsentiert auf der HANNOVER MESSE Technologie von morgen." - Angesichts dieser Überschrift dürfte sich bei so manchem Leser das gute Gefühl einstellen, dass hier Pragmatiker am Werk sind, die stolz ihre Errungenschaften präsentieren wollen - und keine Marketing-Artisten, die heiße Luft als das achte Weltwunder feilbieten. Die stolzen Wissenschaftler der TU Ilmenau haben sich mit dem autonomen Fahren zudem ein Thema ausgesucht, das tatsächlich jeden irgendwie betreffen wird. Wer jetzt an eine überfahrene führerscheinlose Rentnerin denkt, die von der KI zugunsten eines von den Sensoren fälschlich als Kind interpretierten, auf die Straße gewehten Plakatständers geopfert wird, ist sicher ein interessanter Gesprächspartner für die Wissenschaftler der TU Ilmenau. Diese wollen auf der HANNOVER MESSE 2018 mit einer Modellanlage ihr Konzept des autonomen Fahrens höchst anschaulich demonstrieren und zeigen, dass solche dramatische Verkettungen von unglücklichen Zufällen zum Glück ausgeschlossen sind. Auch wenn Murphy das vielleicht ganz anders beurteilen mag.

Auf besagter Anlage zeigt das Wissenschaftlerteam des Fachgebiets "Simulation und Optimale Prozesse" um Professor Pu Li, wie Hightech-Modellautos mithilfe selbst lernender Algorithmen und ohne das Eingreifen von Menschen während der Fahrt selbst schwierige Manöver, wie Abstand halten oder das plötzliche Erkennen von Hindernissen, zuverlässig meistern. Die online berechnete Strategie zur Bewältigung bestimmter Aufgaben ist dabei sicherer und weniger störanfällig als konventionelle Verfahren. Um dies zu erreichen, entwickelten die Forscher ein Optimierungsverfahren, das die Umgebungsbedingungen ebenso berücksichtigt wie die Fahrzeugdynamik und die Vorlieben der Fahrzeuginsassen. Das Konzept ist leicht auf reale Fahrzeuge übertragbar und dürfte daher für die Autoindustrie überaus interessant sein. Mit seiner Entwicklung gewann das Team der TU Ilmenau im vergangenen Jahr bereits den Audi Autonomous Driving Cup, einen internationalen Wettbewerb, dessen Ziel die Realisierung vollautomatischer Fahrfunktionen und der dafür notwendigen Softwarearchitekturen ist.

TU Ilmenau, Ref. Marketing auf der HANNOVER MESSE

Auf der HANNOVER MESSE 2018 konnten Sie TU Ilmenau, Ref. Marketing direkt vor Ort erleben und sich die neuesten Produkte und Services live präsentieren lassen. mehr

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