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Wesseling wird Standort der Wasserstoffelektrolyse

Der Mineralölkonzern Shell plant in NRW eine Anlage für die Herstellung von Wasserstoff, der sowohl für die Rohölveredelung als auch als Energiespeicher genutzt werden kann.

24.11.2017
Michael Triadan
shell
Wesseling wird Standort der Wasserstoffelektrolyse (Foto: Shell Deutschland Oil GmbH)

Bisher stellt Shell Wasserstoff mittels Dampfreformierung aus Wasserdampf und Erdgas her. Nun plant das Unternehmen zusammen mit Partnerfirmen den Bau einer Anlage für die Polymer-Elektrolyt-Membran-Elektrolyse im industriellen Maßstab. Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass es CO₂-frei ist und keine Chemikalien erfordert. Shell will dafür preiswerte erneuerbare Energien nutzen und hofft auf eine Förderung durch die EU.

Als Standort hat der Konzern Wesseling in Nordrhein-Westfalen im Blick, wo heute bereits ein Werksteil der Rheinland Raffinerie von Shell ansässig ist. Zudem umfasst das Stadtgebiet mehrere große Betriebe der chemischen Industrie. Aktuell verwendet Shell in der Raffinerie jedes Jahr rund 180.000 t Wasserstoff für die Veredelung von Rohöl. Dieser Bedarf soll in Zukunft zumindest teilweise durch Elektrolyse gedeckt werden. Die geplante Anlage würde eine Leistung von rund 10 MW haben. Der Ölkonzern weist in Zusammenhang mit dem Projekt auch auf die wachsende Bedeutung von Wasserstoff als Energiespeicher hin.

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