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Invest in Polen: Das lohnt sich

Investoren aus aller Welt zieht es nach Polen. Das ist kein Wunder. Polen überzeugt mit einer kontinuierlich wachsenden Wirtschaft und einer modernisierten Infrastruktur. Das Autobahnnetz, Flughäfen, Bahnlinien und öffentliche Objekte sind zu Profiteuren des wirtschaftlichen Aufstiegs geworden. Ein weiterer Aspekt sind umfangreiche Fördermittel aus dem EU-Haushalt. Sie werden weiterhin für Infrastrukturprojekte eingesetzt, aber auch für Forschung und Entwicklung, Wirtschaftsförderung, umweltfreundlichen Transport und die Digitalisierung.

Der Einfluss ausländischer Investoren in Polen lässt sich auch an der Außenhandelsbilanz ablesen. 60 Prozent der Exporte stammen aus der Produktion au

Ausländische Unternehmen haben 2015 laut Eurostat insgesamt 86 Milliarden Euro in Polen investiert. Das entspricht mehr als einem Drittel der Bruttoanlageninvestitionen in allen mitteleuropäischen EU-Staaten. Seit Jahren schon gilt Polen als einer der attraktivsten Investitionsstandorte in der Region Mittelosteuropa.

Die deutschen Investoren schätzen laut Konjunkturumfrage der AHK Polen besonders das Qualifikationsniveau und die Produktivität der polnischen Arbeitskräfte sowie die Verfügbarkeit und Qualität lokaler Zulieferer. Einen Vorsprung vor anderen Märkten sicherte sich Polen in den vergangenen Jahren zudem durch die Qualität seiner Infrastruktur im Hinblick auf Transport, IT und Energiewirtschaft.

Investitionsanreize in Polen

Das polnische System der Investitionsanreize bietet verschiedene Instrumente, die von ausländischen Investoren genutzt werden können, dazu gehören:

Staatliche Hilfeleistungen

Der Staat gewährt Subventionen auf Basis des Programms zur Unterstützung von Investitionen, die von erheblicher Bedeutung für die polnische Wirtschaft sind.

Art der Beihilfe

Die Unterstützung wird in Form von Zuschüssen auf Basis einer Vereinbarung gewährt, die zwischen dem Minister für wirtschaftliche Entwicklung und dem Investor getroffen wird. Die Vereinbarung enthält die Konditionen für die Zahlung der Zuschüsse, deren Höhe sich danach richtet, inwieweit der Investor seine Zusagen einhält.

Anspruchsberechtigte Beihilfe erhalten Unternehmen, die Investitionen in folgenden Bereichen planen:

  • Automobilindustrie
  • Luftfahrt
  • Elektronik und Haushaltsgeräte
  • Lebensmittelverarbeitung
  • Biotechnologie
  • BPO, ICT, SSC
  • Forschung und Entwicklung

Beihilfe erhalten des Weiteren Firmen, die in anderen Bereichen Investitionen in die Produktion planen. Zuschussfähig sind allerdings nur Projekte, deren finanzieller Rahmen bei mindestens 750 Mio. PLN liegt und durch die mindestens 200 neue Arbeitsplätze entstehen oder – alternativ – deren finanzieller Rahmen bei mindestens 500 Mio. PLN liegt und durch die mindestens 500 neue Arbeitsplätze entstehen (bedeutende Investition).

Besondere Wirtschaftszonen in Polen Quelle: Polish Information and Foreign Investment Agency Foreign Investment Department

Special Economic Zones

Special Economic Zones sind separate Bereiche in ausgewählten polnischen Regionen, in denen besonders günstige Rahmenbedingungen für wirtschaftliche Aktivitäten geschaffen

wurden. Der Grund für die Schaffung solch privilegierter Bereiche liegt darin, dass man die wirtschaftliche Entwicklung in einzelnen Regionen des Landes fördern will, indem ihre Attraktivität für potenzielle Investoren erhöht wird.

Derzeit gibt es 14 solcher Sonderzonen in Polen. Sie unterscheiden sich in Gebiet, Lage, Entwicklungsbedingungen sowie durch die technische und telekommunikationstechnische Infrastruktur. Die einzelnen Zonen werden von eigenen Behörden verwaltet.

Befreiung von der Immobiliensteuer

Der Gemeinderat (Rada Gminy) kann, als weitere Möglichkeit staatlicher Unterstützung, per Resolution verfügen, dass Unternehmen von der Immobiliensteuer befreit werden.


Automobilindustrie in Polen

Die polnische Automobilbranche rangiert in der Wirtschaft des Landes auf Platz zwei, gemessen am Produktionsoutput. Dank der Flexibilität und Kreativität der polnischen Arbeitskräfte, der schlanken Kostenstrukturen und der starken Nachfrage nach in Polen hergestellten Fahrzeugen und Fahrzeugteilen befindet sich die Branche nach turbulenten Zeiten inzwischen in einer sehr stabilen Verfassung. Drei große Originalausrüster für Pkws, zahlreiche Bushersteller und hunderte Tier-1- und Tier-2-Zulieferer bilden zusammen ein solides industrielles Fundament. Bemerkenswert ist, dass jeder zehnte im Export verdiente Zloty im Automobilsektor erwirtschaftet wird. Von den 40 Auto- und Motorenwerken in Zentral- und Osteuropa sind 16 in Polen angesiedelt. Nach Angaben des Statistischen Zentralamtes entfallen 11,6 Prozent der 2015 verkauften Produktionsgüter auf die Automobilbranche, der zugleich 180.133 Menschen Arbeit gibt.

Die genannten Zahlen sind nicht durch Zufall oder Glück entstanden. Neben einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis bietet Polen einen riesigen Vorrat an Nachwuchskräften. 1,4 Mio. Studenten, die sich über eine Reihe großer akademischer Zentren verteilen, sind jederzeit leicht verfügbar. Eine solide Ressource für neue Investitionen stellen auch die Berufsanfänger dar, die höchsten Erwartungen und Effizienzanforderungen gerecht werden. Die enge Nähe zu den großen europäischen Automobilmärkten, ein attraktives Anreizsystem und eine stabile, berechenbare Wirtschaft machen Polen zu einem perfekten Investitionsstandort.

Das Produktangebot der polnischen Tier-1- und Tier-2-Zulieferer ist breit gefächert. Es deckt unter anderem folgende Bereiche ab: Antriebstechnik (zwei Toyota-Werke, Volkswagen Motor Polska, Fiat Powertrain und GM), Steuersysteme (Nexteer Automotive, TRW, Delphi, Mando Corporation), Beleuchtungssysteme (Valeo, Automotive Lightning), Klimaanlagen (Delphi, Valeo, Hutchinson), Karosserie- und Fahrgestellstrukturen (Gedia, Kirchoff), Reifen (Michelin, Bridgestone, Goodyear), Automobilglas (Pilkington, Saint-Gobain Sekurit, PGW), Innenbauteile (Boshoku, Faurecia), Sitzsysteme (Faurecia, Sitech, Johnson Controls, Lear Corporation) sowie Sicherheitslösungen (TRW, Autoliv).

Vorteile von Polen:

  • Für die Automobilproduktion von Fiat, Volkswagen, General Motors und Mercedes-Benz wird Polen ein zentraler Standort bleiben
  • Polen ist einer der größten Standorte in der EU für die Herstellung von Lkws, Bussen und Straßenbahnen
  • Die proaktive Politik auf Bundes- und auf Landesebene – die Automobilindustrie ist einer der zentralen Sektoren unserer Wirtschaft – ist weiterhin für Investoren attraktiv
  • Der polnische Binnenmarkt ist vergleichsweise groß, und alles spricht dafür, dass er auch in Zukunft dynamisch wächst



Luftfahrtindustrie in Polen

Die Luftfahrt allgemein kann in Polen auf eine über 100-jährige Geschichte, die Luftfahrtindustrie im Besondern auf eine rund 80-jährige Tradition zurückblicken. Von ausschlaggebender Bedeutung für die Entwicklung des Sektors waren diverse starke Forschungs-, Wissenschafts- und Technikzentren. Nach einer Phase des Umbaus führte eine verstärkte internationale Zusammenarbeit sowie eine Reihe ausländischer Direktinvestitionen zu einer kontinuierlichen Expansion des Sektors. Derzeit verfügt die polnische Luftfahrtindustrie über ein umfangreiches Portfolio an fortschrittlichen Exportprodukten.

Heute sind in Polen mehr als 200 Luftfahrtunternehmen oder Firmen mit Luftfahrtbezug mit einem Jahresgesamtumsatz von 1,3 Mrd. EUR und über 30.000 Beschäftigten geschäftlich aktiv.

Der Wettbewerbsvorteil der polnischen Luftfahrtunternehmen resultiert aus der hohen Qualität der hergestellten Produkte (besondere Expertise in der Behandlung der Materialien, im Gießen und im elektronischen Maschinenbau) sowie in den vergleichsweise niedrigen Arbeitskosten. Das durch die Forschungs- und Entwicklungszentren unterstützte Zusammenspiel aus solidem Produktionsnetzwerk und entsprechenden Dienstleistungsunternehmen bietet jede Menge Potenzial für Kooperationen. Von einzelnen Bauteilen bis hin zu fertigen Flugzeugen ist die gesamte Produktpalette auf Bestellung erhältlich.

Die Luftfahrt ist einer der innovativsten Sektoren der polnischen Wirtschaft – Gründe dafür sind die hohen Ausgaben für Forschung und Entwicklung, die Zusammenarbeit mit Forschungszentren, die Teilnahme an internationalen Projekten, die qualifizierten Arbeitskräfte und die aufkommenden Cluster.

Auch bei Weltraumprojekten würde Polen fortan gern eine größere Rolle spielen. 2012 wurde das Land vollwertiges 20. Mitglied der Europäischen Weltraumorganisation, die über einen Jahresetat von 4 Mrd. EUR verfügt. Dank dieser Mitgliedschaft können polnische Unternehmen und Forschungsverbände im vollen Umfang von diversen europäischen Weltraumprogrammen und -missionen profitieren. Als nächster Entwicklungsschritt in Sachen Weltraum stehen die Gründung des sogenannten „Space Clusters“ sowie der polnischen Weltraumorganisation POLSA auf der Agenda. POLSA soll staatliche Aufgaben auf dem Gebiet der Weltraumforschung und der Entwicklung neuer Technologien übernehmen.

Zukunftsperspektive

In den nächsten Jahren wird der polnische Luftfahrtsektor von dem 30 Mrd. EUR schweren Etat zur Modernisierung der Armee und von den Fördermitteln der EU in Höhe von 8,6 Mrd. EUR profitieren. Wir werden möglicherweise einen Technologiesprung bei den polnischen Unternehmen sowie ein verstärktes Engagement ausländischer Unternehmen im polnischen Markt erleben.

Stärken der polnischen Luftfahrtindustrie

  • Langjährige Tradition
  • Hochwertige Produkte
  • Konkurrenzfähige Produktions- und Arbeitskosten
  • Hochqualifizierte Arbeitskräfte
  • Kontinuierlich bessere Forschungs- und Entwicklungs- bzw. Ausbildungs- und Schulungsprogramme
  • Ein gut entwickeltes Netzwerk von Zulieferern
  • Drei Luftfahrt-Cluster
  • Ein dichtes Netz an internationalen und inländischen Flughäfen



Forschung und Entwicklung in Polen

Die Ausweitung des Sektors Forschung und Entwicklung ist eine der Prioritäten für Polens Entwicklung in den kommenden Jahren. Das zeigen viele strategische Dokumente wie zum Beispiel die Nationale Entwicklungsstrategie Polen 2020, die die Innovationskraft und die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit des Landes als zentrale Faktoren aufführt.

Der Zufluss von ausländischem Kapital zum Zwecke des Aufbaus von Forschungs- und Entwicklungszentren beweist, dass ausländische Investoren das wirtschaftliche Potenzial des Landes zu schätzen wissen. Positive Erfahrungen und die beeindruckenden Ergebnisse der Forschungs- und Entwicklungszentren sind die Gründe, weshalb sich viele Unternehmen entschlossen haben, ihre Forschungsaktivitäten auszuweiten. Zu diesen Unternehmen zählen NSN, Motorola, Samsung und Kainos ebenso wie die polnischen Firmen Transition Technologies und SMT Software.

In Polen gibt es zahlreiche Forschungs- und Entwicklungszentren, die als Zweigstellen internationaler Organisationen wie zum Beispiel Oracle, Samsung, Faurecia, GlaxoSmithKline, Microsoft, Volvo, Capgemini, IBM, ABB, Lurgi, Google, Bosch oder Siemens betrieben werden. In der IT-Branche und der Luftfahrt kooperieren Forschungs- und Entwicklungszentren mit polnischen Universitäten und öffentlichen Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen – so bestehen zum Beispiel Partnerschaften zwischen Intel und der Technischen Universität Gdańsk, zwischen United Technologies und der Technischen Universität Rzeszów oder zwischen Lockheed Martin sowie GE Aircraft Engines und dem Institut für Luftfahrt in Warschau.

Aktuell ist ein wachsendes Interesse an der Gründung von Forschungs- und Entwicklungszentren zu beobachten, und zwar sowohl im Industriesektor (beispielsweise Delphi in Krakau oder Rockwell Automation in Katowice) als auch in dem sich schnell entwickelnden Dienstleistungssektor, wo nach Angaben von PAIiIZ schon jetzt mehr als 33.000 Menschen in rund 182 Forschungs- und Entwicklungszentren beschäftigt sind.

Forschungs-, Entwicklungs- und Implementierungszentren werden in Polen einerseits mithilfe von ausländischen Investitionen und andererseits mit Geldern von lokalen Unternehmen und Universitäten gegründet. Das wissenschaftliche Potenzial des Forschungs- und Entwicklungssektors basiert auf 963 wissenschaftlichen Einrichtungen, 245 Forschungsinstituten und 3.250 Forschungslaboren. 65 Prozent der Industrie- und 49 Prozent der Handelsunternehmen und der Dienstleister engagieren sich in Forschungs- und Entwicklungsprojekten.

Die Mehrzahl neuer Forschungs- und Entwicklungszentren wird in folgenden Bereichen gegründet:

  • Industriemaschinen und Transport, Petrochemie, Chemie, Pharmazeutik, Gummi, Plastik, Mineralien/Glas
  • Produktion und Vertrieb von Strom, Gas, Wasserdampf und heißem Wasser
  • Professionelle wissenschaftliche und technische Aktivitäten
  • Informations- und Kommunikationsbranche

Möglichkeiten der Unterstützung

Unternehmen, die Forschungs- und Entwicklungsarbeit leisten, Know-how akkumulieren und vor allem die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit kommerziell verwerten, können mit Fördergeldern in beispielloser Höhe rechnen. Mögliche Formen der Unterstützung sind EU-Zuschüsse, nationale Fördergelder und Steuererleichterungen.



Erneuerbare Energien in Polen

Die Attraktivität des polnischen Marktes für erneuerbare Energien beruht auf zwei Hauptfaktoren. Zunächst einmal ist das Land auf erhebliche Investitionen in die Erzeugung und Übertragung von Energie angewiesen. Dies resultiert aus der wachsenden Nachfrage sowie aus einer deutlichen Unterinvestition in der Vergangenheit. Des Weiteren liegt der Anteil der Energie, die aus Stein- und Braunkohle gewonnen wird, bei schätzungsweise 81 Prozent (Stand: 2014) am erzeugten Gesamtvolumen. In Anbetracht der EU-Umweltpolitik heißt dies nichts anderes, als dass konsequente Maßnahmen ergriffen werden müssen, um den Anteil der erneuerbaren Energiequellen am erzeugten Gesamtvolumen zu erhöhen.

Laut der Internationalen Energieagentur muss Polen bis 2030 mehr als 195 Mrd. EUR in seinen Energiesektor investieren (134 Mrd. EUR in neue Kraft- und Heizkraftwerke, 61 Mrd. EUR in das Verteilungs- und Übertragungsnetz).

Nach Maßgabe der jüngsten vorliegenden Daten ist der Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtverbrauch in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Diese Entwicklung wird sich fortsetzen, da Polen den Vorgaben der EU-Politik zur Bekämpfung des Klimawandels unterworfen ist. Konkret muss Polen die unter dem Stichwort „20-20-20“ ausgegebenen Klima- und Energieziele erfüllen. Die Regierung hat sich zu emissionsarmem Wachstum verpflichtet. Nach Maßgabe der polnischen Energiepolitik soll der Anteil der aus erneuerbaren Quellen erzeugten Energie bis 2020 auf mindestens 15 Prozent steigen. Laut der Prognosen unabhängiger BMI-Fachleute ist dieses Ziel auch insofern realistisch, als der Anteil der ohne Wasserkraft erzeugten erneuerbaren Energie bis 2025 bei mindestens 18,1 Prozent des Gesamtvolumens liegen soll.

Bislang ist der Großteil der Gelder, die in erneuerbare Energien investiert wurden, in den Bau von Windparks geflossen; dabei wurde die Kapazität allein 2015 um 1.642 MW gesteigert. Nach Angaben des Energieregulierungsamtes aus dem Jahr 2015 war der größte Anstieg bei kleineren Installationen – von über 2.200 – im Bereich Solarenergie zu verzeichnen. Die installierte Gesamtenergie aus erneuerbaren Quellen erreichte zum Ende des zweiten Halbjahres 2016 8,2 GW und wuchs damit im Jahresvergleich um annähernd 1,3 GW. Zu erwähnen ist auch, dass Polen, laut EurObserv'ER, bei der Erzeugung von Primärenergie aus Biomasse im EU-Vergleich auf Platz sechs liegt. Und gemessen an der Gesamtkapazität neu installierter Windparks nimmt Polen unter den neuen EU-Mitgliedstaaten sogar eine Spitzenposition ein.


Sprechen Sie uns an

Foreign Investment Department

ul. Bagatela 12, 00-585 Warsaw
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