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HANNOVER MESSE


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Die Geschichte der HANNOVER MESSE

60 Jahre HANNOVER MESSE

Die Entwicklung des Messeplatzes Hannovers spiegelt in unvergleichlicher Weise die gesamte Messegeschichte Deutschlands und des wirtschaftlichen Wiederaufstiegs der Deutschen nach dem zweiten Weltkrieg wieder.


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Erste Exportmesse Hannover

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Als zwei Jahre nach Kriegsende die erste Exportmesse Hannover stattfand, war dies ein zukunftsweisendes Zeichen der Hoffnung.

Die Deutsche Messe AG wurde am 16. August 1947 als Deutsche Messe- und Ausstellungs- AG mit einem Stammkapital von 1,2 Mio. RM in das Handelsregister eingetragen. Die Gründung erfolgte auf Initiative der damaligen britischen Besatzungsbehörde in Absprache mit dem Oberbefehlshaber der amerikanischen Zone.

Deutschland war nach dem Krieg geprägt von Zerstörung, industrieller Zerschlagung und Nahrungsmittelknappheit. Um der Weltöffentlichkeit zu beweisen, welche wirtschaftliche Kraft wieder zu wecken Unternehmer, Arbeiter und Politiker in der Lage sind, ordnete die britische Militärregierung an, dass die Deutschen vom 18. August bis 7. September 1947 eine Messe zu veranstalten hätten. Denn nur der Export ihrer Erzeugnisse, so der Plan der westlichen Siegermächte, würde die Deutschen in die Lage versetzten, in absehbarer Zeit wirtschaftlich wieder auf eigenen Füßen zu stehen.

Export-Messe 1947 Hannover

Am Montag, 18. August 1947, begann die "Export-Messe 1947 Hannover": Die HANNOVER MESSE war geboren. Das "Festmenü" bestand aus relativ grauen Brötchen mit silbrig glänzendem Fisch. Dazu gab es ein Glas Retortenwein. Das Publikum strömte in Massen. Die Bilanz nach 21 Messetagen: 736.000 Besucher. Nach den Jahren allgemeiner Entbehrungen und stärksten Konsumgütermangels präsentierte die Export-Messe erstmals wieder Qualitätserzeugnisse. Ordern konnten jedoch nur "Profis", und dies auch nur auf ausländische Rechnung. Das Ergebnis der Export-Messe mit ihrem Exportbarometer: 1.934 Exportverträge über insgesamt rund 31,6 Millionen US-Dollar. Ausländische Besucher waren aus insgesamt 53 Nationen gekommen, schon damals zur Hälfte aus Übersee.


Angezeigt worden war das Geburtstags-Ereignis im Frühjahr 1947 von den britischen Besatzungsbehörden im Mitteilungsblatt der Industrie- und Handelskammer. Die erste Anzeige für die "Export-Messe" erschien Anfang Juli, bezeichnenderweise unter der Rubrik "Verschiedenes". Der Original-Text lautete: "Export-Messe 1947 Hannover. Vom 18. August bis 7. Sept. 1947 findet in Hannover die Export-Messe für die westl. Zonen statt. In 5 Ausstellungshallen m. 30.000 qm zeigt die deutsche Industrie exportf. Qualitätserzeugn. Standanmeldungen an: Deutsche Messe- und Ausstellungs-A.G., Hannover-Laatzen." Als Symbol für dieses Ereignis hatte man den Kopf des Hermes, Gott der Händler, gewählt. Noch heute steht der Hermeskopf für die HANNOVER MESSE.


Und so begann das Messewunder von Hannover. In nur 99 Tagen wurde die "Export-Messe" aus der Erde gestampft. Weitgehend zerstörte oder zur Demontage verurteilte Fabrikhallen wurden dafür hergerichtet. In den letzten Tagen vor der Eröffnung arbeiteten allein 4.600 Menschen unter Hochdruck auf dem Gelände. Verbraucht wurden u. a. 250 Tonnen Eisen, 2.100 cbm Holz, 90.000 qm Hartfaserplatten, 300.000 Mauersteine, 340 Tonnen Zement, 1.000 cbm Kies, 300 cbm Sand, 10.000 qm Glas und 2.400 qm Dachpappe. Dass nach einer solchen Aufbauleistung zur Eröffnung die Sonne schien, war selbstverständlich. Zu Gehör kam feierlich die Egmont-Ouvertüre. Der Katalog, den die Messebesucher in den Händen hielten, hatte 48 Seiten.


Trotz aller Zeit bezogener Skepsis - auch im Hinblick auf die alte "Reichsmessestadt Leipzig" - wurde die Messe in Hannover in den Folgejahren zum Symbol des deutschen Wirtschaftswunders. Bereits 1948 gab es die erste Telefonverbindung zwischen dem Messegelände und New York. 1950 beteiligten sich erstmals auch ausländische Aussteller an der in "Deutsche Industrie-Messe" umbenannten Veranstaltung, die 1961 in "Hannover-Messe" umfirmierte. Sie wurde zu einem technologisch-wirtschaftlichen Kommunikationsereignis von Weltrang.


Die aus der "Hannover-Messe" 1986 als eigenständige Veranstaltungen hervorgegangenen HANNOVER MESSE und CeBIT sind als Trendmärkte für die Wirtschaft heute die Flaggschiffe unter den zahlreichen Messen und Ausstellungen in der Landeshauptstadt. Auf ihren Gebieten weltweit führend sind aber ebenso die anderen Veranstaltungen, die regelmäßig auf dem Messegelände stattfinden.

Der Hermes-Kopf

Der Hermes-Kopf - Eine Marke im Wandel der Zeit

Paul Rademacher, 1901-1985, fiel zu allem etwas ein: zu Kameras, zu Autoreifen, Spanplatten, Pelzen, Bier, Werkzeugmaschinen, Schuhen. Seine Ideen klebten in ganz Deutschland an Plakatwänden, Litfaßsäulen, fuhren Bus und Straßenbahn. Er lockte Besucher in den Zoo und zum Pferderennen, machte neugierig auf Kunstausstellungen, weckte Aufmerksamkeit für Gefahren im Straßenverkehr. Das war sein Beruf und dafür lebte er.


Seit 1927 arbeitete Paul Rademacher als freier Kunstmaler und Grafiker. Eine seiner Ideen kennt fast die ganze Welt: den Hermes-Kopf. Signet und Wahrzeichen der Hannover-Messe.


Damals im Jahre 1947, als man sich entschloss, versuchsweise in Hannover eine Industriemesse auszurichten, waren Maler und Grafiker aufgerufen, für die Werbung einen Entwurf einzureichen. Paul Rademacher verzichtete, als er hörte, daß die Direktion bereits feste Vorstellungen von einem Motiv hatte.


Der Künstler muß frei in seinen Überlegungen sein, ein Grundsatz, von dem sich Rademacher nicht für Geld und gute Worte abbringen ließ. Für ihn war es deshalb nicht verwunderlich, daß keine der Arbeiten letztlich gefiel. "Fünf Minuten vor Zwölf" bat man schließlich Paul Rademacher. Über Nacht kam in seinem Kopf der Gott des Handels zur Welt, jener verschmitzte griechische Götterbote. Nach und nach abstrahierte sich seine Gestalt, bis das Profil mit Flügelhut und rufendem Mund aus zwei Linien übrig blieb. Einfach und unverwechselbar.


Definition: Hermes (gr.:"Steinhaufen")

Bote der Götter, Gott der Hirten und ihrer Herden, leitete die Reisenden und überwachte die Wege und Straßen, Schutzheiliger der Kaufleute und Diebe, Gott der Jugend, der Beredsamkeit (Hermes Logios) und der Fruchtbarkeit; kluger Erfinder; Sohn des Zeus und der Bergnymphe Maia, einer Tochter des Atlas; von den Römern mit Mercurius, dem Gott des Handels und des Verkehrs gleichgesetzt (Hom. h.4; Soph. Ichn.).

In seiner Funktion als schneller Bote der Götter, v.a. des Zeus, spielte Hermes in vielen Mythen eine Rolle. Dargestellt wurde er meist mit Flügeln an seinem Hut ("petasos") und an den Schuhen.



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Die Geschichte der Deutschen Messe

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