40 Prozent der Beschäftigten der deutschen Automobilindustrie sind bei Zulieferunternehmen angestellt. Studien aber sagen: Die Zulieferer decken 70 Prozent der Wertschöpfungskette eines Autos ab und sind für 60 Prozent der Innovationen verantwortlich. Wie ist das möglich?
Laut dem MBtech Trend Monitor 2012 führen steigender Preis- und Lokalisierungsdruck sowie die Globalisierung bei deutschen Automobilzulieferern zu großen Veränderungen. "Immer mehr Zulieferer wandeln sich vom reinen Teile- zum Systemlieferanten und übernehmen Entwicklungsdienstleistungen", so das Beratungsunternehmen, an dem Daimler beteiligt ist.
Die steigende Nachfrage nach kompletten Systemen macht die Zulieferer von Antriebs- und Fluidtechnik zunehmend zu strategischen Partnern der OEMs. Dass sie nicht mehr nur Teile sondern hochkomplexe Baugruppen ordern, verringert nicht nur die Lohnkosten der OEMs in der Montage und den Aufwand im Einkauf. Die Systemlieferanten entlasten ihre Auftraggeber auch in Entwicklung und Konstruktion, Projektmanagement, Logistik und Prüfung, Wertanalyse, Product-Lifecycle- oder Ersatzteil-Management. Selbst die Beteiligung mit Risikokapital gehört schon zum Alltag.
Die Präsentationsplattform für Zulieferer von Baugruppen und Systemen in der Antriebs- und Fluidtechnik ist die Leitmesse Industrial Supply der HANNOVER MESSE. Insbesondere der Themenpark SystemPartner bündelt die Kompetenzen von Systemzulieferern im Rahmen des gesamten Produktlebenszyklus. Partner des Themenparks ist der niederländische Branchenverband NEVAT, dem 250 Zulieferunternehmen angeschlossen sind.
Plastisch wird das moderne Zusammenspiel zwischen Zulieferern und Herstellern auch im Themenpark WeP - Wertschöpfungspartner ContiTech. Die ContiTech AG präsentiert hier mit ausgewählten Zulieferpartnern elastomere Produkte und Systeme für Automotive- und Industrieanwendungen und zeigt, wie die Anforderungen der Kunden mit netzwerkartigen Allianzen erfüllt werden können.