Manufacturing Execution Systems (MES) decken systematisch Fehlerquellen auf und helfen effizienter zu produzieren. Die Fertigungs- und Prozessindustrie nutzt sie, um zu geringeren Ausfallzeiten zu kommen und Fehlproduktionen zu vermeiden. Ihre Einführung gilt zwar als aufwändig und teuer. Doch MES nutzen mehr als sie kosten. Zu diesem Ergebnis kam im Sommer 2011 eine Untersuchung vom Fraunhofer IPA und der Trovarit AG. Die Studie "MES: Vom Trend zur Notwendigkeit" zeigt: Vor allem die Prognose der mit der Einführung verbundenen Aufwände stellt eine Herausforderung dar. Fast die Hälfte aller Unternehmen gab an, den tatsächlichen Aufwand für Anpassungsprogrammierungen deutlich unterschätzt zu haben. Etwa 40 Prozent der Befragten ärgerten sich darüber, dass der Aufwand für Mitarbeiterschulungen den Plan deutlich überstieg. Gut 70 Prozent zeigten sich aber überzeugt, dass der mit der Systemeinführung verbundene Nutzen größer sei als die Kosten.
Welche Bedeutung MES im Rahmen der Integration und Optimierung von Fertigungs- und Prozessautomatisierung heute hat, konnte die MES-Tagung im Rahmen der HANNOVER MESSE 2011 zeigen. Weil sie mit mehr als 200 Teilnehmern sehr erfolgreich verlief, findet am 25. und 26. April 2012 im Convention Center (CC) erneut eine MES-Tagung statt. In deren Mittelpunkt steht u.a. die vertikale und horizontale Integration in Echtzeit, die sowohl für die Prozessindustrien als auch für die diskrete Fertigung eine wichtige Rolle spielt. Anhand von Beispielen wird gezeigt, wie Manufacturing Execution Systems insbesondere in der Fertigungsindustrie und in der Chemie- und Pharmaindustrie Schwachstellen aufdecken.
Partner der Tagung sind die Verbände VDMA, NAMUR, VDI und ZVEI sowie die Fachzeitschriften IT&Production und PROCESS. Das Programm des ersten Tages richtet sich an Hersteller und Anwender der Fertigungsindustrie, der zweite Tag stellt Verfahren der Prozessindustrie in den Mittelpunkt.