3 °C pro 100 Meter Tiefe – so stark steigt die Temperatur, je weiter man ins Innere der Erde vordringt. Im Zentrum sind es dann geschätzte 5000 bis 6000 °C. Ein unermesslicher regenerativer und klimaschonender Energie-Schatz, der sich mit modernen Technologien immer effektiver bergen lässt.
Mehr als die Hälfte unseres Wärmebedarfs könnte allein mit Verfahren der hydrothermalen und oberflächennahen Geothermie gedeckt werden. Und aus Tiefen von 3000 bis 7000 m könnten Hot-Dry-Rock-Kraftwerke so viel Energie fördern, dass wir für 10.000 Jahre komplett mit Strom und Wärme versorgt wären, wie der GtV – Bundesverband Geothermie schätzt. „Geothermie“, so der GtV, „ist für den Verbraucher immer verfügbar: rund um die Uhr, ohne Rücksicht auf Tages- oder Jahreszeiten, unabhängig von Wetter und Klima.“ Weil zudem lange Transportwege entfallen, wirbt die Industrie mit dem Motto „Geothermie ist Energie vor Ort“.
Im Kompetenzzentrum Geothermie der HANNOVER MESSE 2012 stellen Verbände, Unternehmen und Experten innovative Konzepte und neueste technische Lösungen für den gesamten Geothermiekreislauf vor. "Wir engagieren uns auf der Messe, um unsere Innovationen und Anwendungen einem internationalen Publikum zu präsentieren", sagt Prof. Rolf Bracke, Vorstand der Wirtschaftsvereinigung Geothermie.
Planung, Installation und Betrieb – das Kompetenzzentrum Geothermie bildet erstmals die gesamte Wertschöpfungskette der oberflächennahen und tiefen Geothermie an einem Ort ab. Es umfasst einen Themenpark, individuelle Ausstellungsflächen sowie einen Marktplatz für Großexponate in Halle 27 und auf dem Freigelände. Partner des Kompetenzzentrums Geothermie sind der GtV – Bundesverband Geothermie e.V., das GEOZENTRUM HANNOVER, das GeothermieZentrumBochum e.V. (GZB), der GeoEnergy Celle e.V. und die International Geothermal Association – IGA.