Nanoteilchen sind längst keine Science-Fiction mehr, sondern Teil unseres Alltags. In Zahnpasta dienen sie zur besseren Mineralisation der Zähne; mikroskopisch kleine Silberpartikel in Verpackungen machen mit ihrer antibakteriellen Wirkung empfindliche Produkte haltbarer; spezielle Tonpartikel ermöglichen gas- und feuchtigkeitsdichte Folien. Nanotechnologie macht Keramik transparent, Metalle zu Halbleitern, sie ist die Basis extrem robuster Fasern, die gleichzeitig leichter sind als jedes andere Material. In der Medizin sollen Nanopartikel Tumore ohne Operation zerstören, bei der nanopartikelgestützten Gentherapie oder für das Tissue Engineering eingesetzt werden.
Kurzum: Die Anwendungspotenziale sind enorm. Sie weiter zu erschließen, ist erklärtes Ziel der Bundesregierung. Sie stellt pro Jahr rund 370 Millionen Euro an öffentlichen Mitteln zur Verfügung und "beförderte" Deutschland mit ihren Initiativen an die Spitze der europäischen Nano-Forschung. Laut Regierungsangaben schätzen Branchenexperten das weltweite, branchenübergreifende Marktvolumen für 2015 auf mehr als eine Billion Euro.
Auf der HANNOVER MESSE 2012 wird der Themenstand "World of Nano" in Halle 2 eine zentrale Plattform sein – mit den neuesten technologischen Entwicklungen, Verfahren und Forschungsergebnissen aus der Welt der Nanotechnologie. Zu den Themenschwerpunkten gehören Nanomaterialien, molekulare Architekturen, Lithographie und Elektronik, die ultrapräzise Bearbeitung von Oberflächen, Vermessung und Analyse von Nanostrukturen, ultradünne Schichten und die Nanobiotechnologie. Sie gilt als potenzielle Schlüsseltechnologie; unter anderem für Bottom-up-Produktionsverfahren (z. B. Dendrimere), neuroelektronische Schnittstellen und hybride Systeme bzw. biologische Schichten.