Dabei stellt die Offshore-Windenergie die Sicherheitsexperten vor noch größeren Herausforderungen als sie es an Land schon gewohnt sind. Oberste Maxime ist deshalb bei allen installierten Systemen, so Wilfried van Schwartzenberg von der Funa Global Safety Systems in Emden, "dass potentielle Brandherde rechtzeitig entdeckt werden, so dass es erst gar nicht zu einem Brand kommt". Für ihn ist deshalb das optimale Zusammenspiel von Sicherheits- und Betriebstechnik von zentraler Bedeutung.
Funa gehört neben Minimax zu den weltweit wenigen Firmen, die im Bereich Offshore-Windenergieanlagen komplette Brandschutzsysteme anbieten. Funa ist seit 2004 im Offshore-Segment aktiv. Seitdem hat Funa schon diverse Offshore-Turbinen (Bard und Areva Multibrid) mit Sicherheitskomponenten inklusive einem Kameraüberwachungssystem (CCTV - Closed Circuit Television) ausgestattet und auf dem Umspannwerk alpha ventus wurde eine Helidecklöschanlage in Betrieb genommen.
Sicherheit hat seinen Preis: Rund 30.000 - 50.000 Euro kostet die Ausstattung pro Anlage, verrät van Schwartzenberg. Jedoch verursacht ein Brand in einer Turbine weit draußen vor der Küste einen empfindlich höheren Schaden als die Kosten für die Schutzkomponenten. Sollten aber tatsächlich alle Präventivmaßnahmen einen Brand nicht verhindern können, dann alarmieren eine Vielzahl von Meldern in Gondel, Turm und Rotor die Brandmeldezentrale. Dann wird automatisch ein an mehreren Stellen deponiertes Löschmittel freigesetzt, das als umweltfreundlich gilt und den Brand löschen hilft.