Intelligente Struktursysteme, die sich autonom und selbsttätig an wechselnde Betriebs- bzw. Umgebungsbedingungen anpassen, die leiser und vibrationsärmer sind, Energie ressourcenschonend einsetzen und Produktionsprozesse präziser und schneller gestalten – adaptive Strukturtechnologien sprengen die technischen und wirtschaftlichen Grenzen passiver und auch aktiver mechatronischer Ansätze.
Die Adaptronik, in den USA seit den frühen achtziger Jahren im Rahmen des SDI-Programms (Strategic Defense Initiative) und hierzulande seit etwa zehn Jahren erforscht, sorgt aber nicht nur für einen Performancezuwachs in den unterschiedlichsten Marktfeldern. Die Komplexität der dafür notwendigen Technologien bedeutet zudem einen Wettbewerbsvorsprung für Hochtechnologiestandorte und erschwert das Kopieren der Produkte.
Adaptive Systeme sind die Grundlage für eine Weiterentwicklung innovativer Werkzeugmaschinenkonzepte, einer der Kernkompetenzen der deutschen Hersteller, die nach wie vor zu den Weltmarktführern in dieser Branche gehören. Auch die Reduzierung der Lärmbelastung gewinnt immer mehr an Bedeutung. Ob ICE oder Hubschrauber, ob Druckstraße oder Maschinenraum – Adaptronik kann hier zu einer Trendwende führen: Aus Mindestschallschutz wird "akustischer Komfort".
Auf der HANNOVER MESSE 2012 stellt der Themenstand Adaptronik in Halle 2 die vielfältigen Anwendungsfelder und branchenspezifischen Lösungen für FuE-Dienstleistungen im Bereich adaptiver Struktursysteme vor: Unter anderem demonstriet die Fraunhofer-Allianz Adaptronik den aktuellen Stand der Querschnittstechnologie.