Anzeige
Anzeige
HANNOVER MESSE 2019, 01. - 05. April
Startseite>Aussteller- & Produktsuche >Pflanzenzellen auf Hightech-Wegen

Pflanzenzellen auf Hightech-Wegen

Optimierung von industriellen Prozessen zur Metabolitenproduktion.

Logo Karlsruher Institut für Technologie

Aussteller

Karlsruher Institut für Technologie

Zur Ausstellerseite
Zur Ausstellerseite
Logo Pflanzenzellen auf Hightech-Wegen

Produktbeschreibung

Mikrofluidische Systeme und Strukturen sind für viele technische Anwendungsgebiete interessant, zum Beispiel in der Medizintechnik und Biotechnologie. Zur Kultivierung pflanzlicher Zellen werden sie bisher jedoch noch selten eingesetzt, obwohl ein großes Potenzial zur Herstellung und Extraktion von Sekundärmetaboliten für die Medikamentenproduktion besteht. Viele dieser Metaboliten sind jedoch pharmazeutisch interessant. Die biotechnologische Erzeugung in batch-Kulturen ist meist nicht erfolgreich, da die für die Metabolitenbildung in der Pflanze erforderlichen dynamischen Interaktionen zwischen verschiedenen Zelltypen technisch nicht abgebildet werden können. Wissenschaftler des KIT haben einen mikrofluidischen Reaktor entwickelt, der diese Limitierung überwindet und so die Entwicklung biotechnologischer Prozesse erleichtert. Der Reaktor ermöglicht die Erzeugung von pharmazeutisch wirksamen Inhaltsstoffen über Pflanzenzell-Fermentation. Neben der Produktion von Wirkstoffen gegen Krankheiten wie Krebs und Alzheimer sind Mittel zur Schädlingsbekämpfung ein weiteres Anwendungsfeld.Mithilfe eines mikrofluidischen Bioreaktors aus miteinander gekoppelten Modulen auf Polymerbasis ahmen die Wissenschaftler nun komplexes Pflanzengewebe technisch nach. In jedem Einzelmodul wird ein Zelltyp beziehungsweise ein bestimmter Produktionsschritt verarbeitet. Über Kanäle sind die Module miteinander verbunden, die Ergebnissubstanzen inklusive Stoffwechselprodukte eines Zelltyps können so in das nächste Modul gelangen und dort weiterverarbeitet werden, ohne dass sich die unterschiedlichen Zelltypen vermischen. Die Zielsubstanz kann schließlich aus dem Durchfluss extrahiert werden. Die einzelnen Module lassen sich im Baukastensystem individuell kombinieren. Der Mikroreaktor kann als Mittel zur Prozessoptimierung vor der Großtechnik eingesetzt werden, um durch Vorab-Analysen der geplanten Zielsubstanz Erkenntnisse zu ihrer Wirksamkeit und den toxikologischen Eigenschaften zu gewinnen.

Produkt-Website

Halle 2, Stand B16

(Hauptstand)

Weitere Produkte von Karlsruher Institut für Technologie

Mehr anzeigen

Auf der Merkliste

0

Das Merken ist fehlgeschlagen, da ein Problem mit der Verbindung zum Server aufgetreten ist.