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Leichtbau

Airlines planen ultraleichte Überschallflieger

Nach dem Ende der Concorde könnten Überschallflugzeuge für Reisende bald wieder Realität werden: Japan Airlines investiert in das Startup Boom, dessen Flugzeuge mit Leichtbau, Energieeffizienz und bezahlbaren Tickets punkten sollen.

11.01.2018
Michael Triadan
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Airlines planen ultraleichte Überschallflieger (Foto: Boom Supersonic)

Beide Unternehmen haben eine Partnerschaft geschlossen: Japan Airlines steckt 10 Millionen US-Dollar in das Jungunternehmen Boom und sichert sich zudem eine Kaufoption auf 20 der Flieger. Diese sollen jeweils 45 bis 55 Passagiere von Mitte der 2020er Jahre an mit einer Geschwindigkeit bis zu Mach 2,2 transportieren. Das entspricht etwa 2420 km/h – und brächte Reisende beispielsweise in gut drei Stunden von New York nach London.

Auch andere Fluggesellschaften wie Virgin haben bereits Kooperationen mit Boom geschlossen. Ein Ticket für einen Boom-Flug soll nur ungefähr so viel kosten wie eine heutige Business-Class-Karte. „Erreicht werden soll das durch den Leichtbau der superschnellen Maschine, die in wesentlichen Teilen aus neuartigen Verbundwerkstoffen des niederländischen Produzenten Ten Cate gefertigt werden soll“, berichtet das Fachportal ingenieur.de . Zudem sollen die Motoren sehr viel weniger Treibstoff als die „berüchtigt schluckstarke Concorde“ benötigen.

Auch andere Leichtbauer haben sich zum Ziel gesetzt, Flugzeuge zu optimieren. So hat der französische Luftfahrtzulieferer Sogeclair einen Weg gefunden, beim Bau der Türen 30 % Gewicht zu sparen. Zum Einsatz kommen 3D-gedruckte PMMA-Modelle des Unternehmens voxeljet .