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Industrie 4.0

Auf M2M folgt das vernetzte Werkzeug

Auch Traditionshersteller passen ihre Herstellung und ihre Produktpaletten an die Anforderungen der vernetzten Fertigung an. Stahlwille macht nun seine Werkzeuge fit für die Zukunft.

15.03.2018
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Auf M2M folgt das vernetzte Werkzeug (Foto: STAHLWILLE, Eduard Wille GmbH & Co. KG)

Das Wuppertaler Unternehmen Stahlwille fertigt bereits seit über einem Jahrhundert Werkzeuge und ergänzt sein Portfolio nun durch vernetzte Werkzeuglösungen, die in digitalisierten Fabriken zum Einsatz kommen sollen. Dass dort Maschinen miteinander Daten austauschen, ist als M2M (Machine to Machine) bereits etablierte Praxis. Nun reihen sich die Werkzeuge ein: Unter der Bezeichnung DAPTIQ bietet Stahlwille künftig unterschiedliche Produkte zur Integration in Industrie-4.0-Umgebungen an. Die neuen Werkzeuge unterstützen über eine Funkschnittstelle den bidirektionalen Datenaustausch mit der Produktionssteuerung. Auf diese Weise ermöglichen sie den Austausch und die Analyse von Daten sowie das Empfangen und Ausführen automatisierter Produktionsanweisungen. Dazu gehören beispielsweise auch die Übernahme von Voreinstellungen und die automatische Kalibrierung. Damit befindet sich Stahlwille in der guten Gesellschaft weiterer, traditionsreicher Unternehmen: Auch der Schleifmaschinen-Hersteller Junker hat sein Angebot kürzlich modernisiert , um es besser an die Erfordernisse einer digitalisierten Industrie anzupassen.

Bei DAPTIQ handelt es sich um eine Open-Source-Schnittstelle, somit sind die Werkzeuge von Stahlwille nicht exklusiv an eine spezielle Steuerungssoftware des Herstellers gebunden, sondern lassen sich in unterschiedliche, bereits bestehende Produktionsumgebungen integrieren. Zu den neuen Geräten gehören unter anderem der elektromechanische Drehmomentschlüssel Manoskop 766 , die automatische Kalibrierungseinrichtung perfectControl , das Drehmomentprüfgerät SmartCheck und die Reading Station , eine Aufbewahrungslösung mit automatischer Inventarisierungsfunktion.