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Integrated Energy

Der Digitalisierungsgrad von Energieversorgern liegt bei 44 Prozent

Deutsche Energieversorger treiben die Digitalisierung voran, haben aber vor allem bei der Datenanalyse und der Datennutzung für Kundenservices noch Nachholbedarf.

03.04.2018
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(Foto: BDEW, A.T. Kearney, IMP3rove – European Innovation Management Academy)

Das zeigt ein Digitalisierungsbarometer , an dem sich mehr als 60 Unternehmen beteiligt haben. Demzufolge macht bereits jeder dritte befragte Energieversorger mit digitalen Produkten Umsatz, weitere 53 % planen oder erarbeiten gerade eine Digitalisierungsstrategie, heißt es zur Erhebung des Verbands BDEW, der Beratung A.T. Kearney sowie der Improve Academy. Bei der IT-Sicherheit und der Marktkommunikation liegen sie bereits weit vorne, während Big Data Analytics, Kundenzentrierung und Prozessautomatisierung vielen noch Kopfzerbrechen bereiten.

Auch halten viele Energieversorger das Geschäftspotenzial mit digitalen Services und Produkten noch für "sehr überschaubar". Sie gehen jedoch davon aus, dass sich das in absehbarer Zeit ändert, und zwar vor allem beim Messstellenbetrieb, bei virtuellen Kraftwerken sowie bei Apps für Energiedienstleistungen. Derzeit weist die Branche laut der Studie einen Digitalisierungsgrad von 44 % auf. Überraschend ist allerdings, dass nur 5 % der befragten Unternehmen einen dedizierten Chief Digital Officer haben.

Kundenfokus, neue Produkte und Dienstleistungen – das ist auch einer der fünf Ratschläge des Seminaranbieters Management Circle für Energieversorger, die sich auf dem Weg in die Digitalisierung befinden. Darüber hinaus sollten sie eine digitale Unternehmenskultur fördern und Datenkompetenz aufbauen. Zudem werden eine ganzheitliche Digitalisierungsstrategie und Kooperationen empfohlen.