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Industrie 4.0

Die Cloud sortiert giftige Maiskörner aus

Die Schweizer Bühler AG hat eine Cloud-Plattform für digitale Services in der Lebens- und Futtermittelindustrie vorgestellt. Sie basiert auf der Cloud-Technologie Azure von Microsoft.

17.10.2018
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Die Cloud sortiert giftige Maiskörner aus (Foto: Microsoft)

Die Bühler Holding AG aus Uzwil bei St. Gallen in der Schweiz zählt zu den Marktführern bei verschiedenen Technologien zur Getreideverarbeitung für Mehl und Futtermittel, aber auch für die Herstellung von Pasta und Schokolade. Auf der Microsoft Ignite Conference in Orlando, Florida, hat der Konzern nun zusammen mit Microsoft die IoT-Plattform „Bühler Insights“ vorgestellt, die den Kunden verschiedene digitale Services des Unternehmens über Microsoft Azure anbietet.

So können sie beispielsweise auf Moisture Pro zugreifen, einen Service, der bei industriellen Trocknungsprozessen den Energieverbrauch senkt. Ein anderer Service ist Lumo Vision: Dadurch lassen sich mit giftigem Aflatoxin infizierte Maiskörner erkennen und aussortieren. Total Sense hingegen dient der Qualitätskontrolle von Reis. Bei diesem Service kommt ein mobiler Analysator zum Einsatz, der Reisproben über einen Leuchtkasten und eine Smartphone-Kamera ablichtet, mit einer App in die Cloud zur Analyse hochlädt und die Ergebnisse dann wieder an das Smartphone schickt. Mit Graini Go gibt es von Bühler einen ähnlichen Service auch für Mais.

Aktuell arbeitet Bühler zusammen mit Microsoft an einem Modell, um die Möglichkeiten einer Blockchain für die lückenlose Rückverfolgung von Nahrungsmitteln zu testen, um so die Lebensmittelsicherheit und -transparenz entlang der gesamten Lieferkette zu erhöhen.