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Industrie 4.0

Die deutsche Industrie verschläft den VR-Trend

Augmented und Virtual Reality gehören zwar auch hierzulande zu den Trendthemen der Industrie 4.0, beim konkreten Einsatz entsprechender Lösungen liegt Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern aber überraschend weit zurück.

19.09.2018

Technologien und Anwendungen im Bereich von Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) finden weltweit zunehmenden Einsatz in der Industrie, sei es zur Optimierung von Arbeitsabläufen, zur Effizienzsteigerung in der Qualitätssicherung, im Montagebereich oder zur Reparatur von Anlagen. Das Beratungs- und IT-Dienstleistungsunternehmens Capgemini hat nun eine Studie unter 700 Führungskräften aus den Branchen Autobau, Fertigung und Versorgung durchgeführt, die in Extended-Reality-Projekte involviert sind. 82 % von ihnen haben gute Erfahrungen damit gemacht. Der überwiegende Teil der Befragten geht davon aus, dass die neuen Technologien innerhalb der nächsten drei (46 %) bzw. fünf (38 %) Jahre zum Standard werden.

Deutsche Unternehmen allerdings wirken skeptisch und liegen im internationalen Vergleich zurück. Bei der Einführung von VR-Technologien belegen US-amerikanische (59 %), chinesische (51 %) und französische (48 %) Unternehmen die vordersten Plätze, mit Blick auf die Integration AR-basierter Anwendungen ändert sich allein die Reihenfolge: Hier liegt China (51 %) vor Frankreich (43 %) und den USA (42 %). Weit abgeschlagen sind in beiden Fällen die deutschen Umfrageteilnehmer: Gerade einmal 38 % (VR) bzw. 23 % (AR) verfolgen bereits konkrete Extended-Reality-Projekte. Die Mehrheit verschenkt folglich viel Potenzial zur Steigerung der eigenen Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit. Zumindest die Automobilindustrie ist hierzulande aber häufig modern aufgestellt: So verwendet Volkswagen bereits seit 2017 VR-Technologie , um Produktion und Logistik zu optimieren.