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Industrie 4.0

Die Startup-Finanzierung der KfW wächst

Mehr Geld für Gründer und junge Technologieunternehmen: Mit der neuen Beteiligungstochter KfW Capital investiert die öffentlich-rechtliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) jährlich 200 Mio. Euro.

29.10.2018
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Die Startup-Finanzierung der KfW wächst (Foto: BMWi / Susanne Eriksson)

Die Gründung der KfW Capital ist eine gemeinsame Initiative von Bundeswirtschaftsministerium, Bundesfinanzministerium und der KfW. Investiert wird in in Venture Capital- und Venture Debt-Fonds, um junge, innovative und schnell wachsende Technologieunternehmen in Deutschland zu unterstützen. Know-how ist vorhanden: Seit 2015 hat sich die KfW mit 265 Mio. Euro an 18 Venture Capital-Fonds beteiligt. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sagte beim operativen Start der KfW Capital, dass es im Bereich Wagniskapitalfinanzierung in Deutschland „einen gewissen Nachholbedarf“ gebe. Nach Angaben seines Ministeriums beträgt die Angebotslücke 500 bis 600 Millionen Euro jährlich. Voraussetzung für ein Investment der KfW Capital in einen Fonds ist, dass dieser mindestens den von ihr eingebrachten Betrag in deutsche Technologieunternehmen investiert.

Längst haben auch viele Unternehmen aus der Industrie Geld für innovative Neugründungen reserviert. So will Evonik insgesamt 100 Mio. Euro direkt in Startups oder entsprechende Venture Capital-Fonds investieren. Robert Bosch hat eine eigene Venture Capital-GmbH gegründet. Dabei gehe es zwar auch ums Geldverdienen, „primär aber um die Sicherung von Boschs Innovationsführerschaft“.