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Leichtbau

Eine Roth-Anlage wickelt Faserstränge für Ariane 6

Der hessische Spezialmaschinenbauer Roth hat in Zusammenarbeit mit dem italienischen Unternehmen Avio eine Faserwickelanlage zur Herstellung von Antriebsraketen für die Ariane 6 entwickelt.

31.07.2018
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Eine Roth-Anlage wickelt Faserstränge für Ariane 6 (Foto: ESA-CNES-ARIANESPACE)

Roth Composite Machinery aus Steffenberg und Avio, ein führender Hersteller für Raumfahrtantriebe, haben schon in Projekten für Ariane 5 und Vega zusammengearbeitet. Auf der neuen Faserwickelanlage fertigt Avio „Booster“ genannte Antriebsraketen für die Ariane 6 . Sie soll ab 2020 für die europäische Weltraumbehörde ESA Satelliten ins All bringen.

In der Luft- und Raumfahrttechnik kommen zunehmend Faserfeststoffe zum Einsatz, auch für die Verbundgehäuse der Triebwerke. Durch die Leichtbauweise lässt sich das Gewicht der Booster-Stufen der Ariane 6 um bis zu 35 % reduzieren – und damit auch die Betriebskosten. Die Filament-Winding-Anlage von Roth ist für drei verschiedene Wickelprozesse gerüstet. Für die Hitzebeständigkeit der Booster wird mit dem ersten Verfahrwagen in Positivbauweise Hitzeschutz-Tape auf den Dorn gewickelt. Nach der Vulkanisierung des Tapes folgt mit dem zweiten Wagen der Towpreg-Wickelvorgang. Der dritte Verfahrwagen ist mit einem Verlegekopf für automatisiertes Tapelegen (ATL) ausgestattet. Diese Technologie ermöglicht das exakte Ablegen des Tapes zu komplexen Geometrien für die Anbauteile der Booster.

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