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Entscheidend ist der Umgang mit den Akkus

Ob Autohersteller auf dem Gebiet der Elektromobilität erfolgreich sind, steht und fällt mit einer klaren Strategie für die Wertstoffkette der Batterien. Dieses Resümee zieht die Studie "Index Elektromobilität 2018".

05.08.2018
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Entscheidend ist der Umgang mit den Akkus (Bild: Roland Berger)

Vertikale Kooperationen mit Rohstoffanbietern auf der einen, eine nachhaltige Lösung für das Recycling von Altbatterien auf der anderen Seite – das mahnen die Beratungsfirma Roland Berger und die Forschungsgesellschaft Kraftfahrwesen Aachen in ihrer gemeinsamen Studie zum Thema E-Mobilität an. Waren 2017 weltweit gerade mal etwa eine Million reine E-Fahrzeuge und Plug-in-Hybride auf den Straßen unterwegs, so prognostiziert die Studie bis 2030 jährlich über 20 Millionen neu zugelassenen E-Autos. Damit wächst die Abhängigkeit der Automobilkonzerne von den Zell- und Batterieherstellern: Zwei Drittel dieses Markts teilen Anbieter aus China, Korea und Japan unter sich auf.

Neben einer eigenen Batterieproduktion sieht die Studie die Autobauer auch in der Pflicht, sich um eine nachhaltige Lösung für den Umgang mit ausrangierten Akkus zu kümmern. Ein vielversprechender Ansatz ist deren Einsatz als Zwischenspeicher für Überkapazitäten der konventionellen Stromerzeugung: Wie eine Studie des Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) und der Deutschen Messe AG prognostiziert, werden die SecondLife-Batterien in zehn Jahren in der Lage sein, insgesamt 25 Gigawattstunden Strom zu speichern. Dadurch könnten sie sowohl Erzeugungs- als auch Lastspitzen abfangen.