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Karriere 4.0

Geld allein macht IT-Spezialisten nicht glücklich

IT-Profis sind gefragt. Das ist schön für sie, aber ein Problem für die Unternehmen: Einer aktuellen Studie zufolge erhöht sich die Fluktuation. Schuld daran sind nicht nur konkurrierende Jobangebote, sondern auch mangelnde Entwicklungsmöglichkeiten.

10.02.2018
David Schahinian
Chart: Bitkom
Chart: Bitkom

Die Unternehmensberatung Robert Half hat für ihre aktuelle Arbeitsmarktstudie 200 CIOs in Deutschland befragt. 43 % von ihnen gaben an, dass die Fluktuation von IT-Fachkräften in den vergangenen drei Jahren zugenommen habe. 44 % sehen zunehmend attraktive Jobangebote als Grund dafür an – tatsächlich ist nach Angaben des Digitalverbandes Bitkom die Zahl der offenen Stellen für IT-Spezialisten 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 5.000 auf 55.000 gewachsen. Fast ebenso viele CIOs waren aber auch der Meinung, dass die Umworbenen Positionen bevorzugen, die ihnen vielfältige berufliche Erfahrungen in unterschiedlichen Branchen und Unternehmen bieten. 27 % sahen stagnierende Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb des eigenen Betriebs als Grund für die häufigen Wechsel an.

Das passt zu den Befunden, des Karriereportals get-in-it.de , das wissen wollte, worauf Studenten, Absolventen und Young Professionals beim Jobeinstieg besonders achten. Hier standen eine gezielte Einarbeitung, der Wunsch nach einem erfahrenen Mentor und die Möglichkeit, Dinge selbst auszuprobieren, ganz oben auf der Liste. Christian Umbs, Managing Director bei Robert Half, rät daher den Unternehmen, individuell auf die Bedürfnisse der IT-Spezialisten zu reagieren. Auch eine vorausschauende Planung des Personalbudgets sei wichtig, um auf unvorhergesehene Kündigungen vorbereitet zu sein. Darüber hinaus sei die Länge des Recruiting-Prozesses für viele Bewerber ausschlaggebend: Verzögerungen kommen nicht gut an.