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Integrated Energy

IoT-Technologie-Stack ermöglicht individuelle Sensorsysteme

Thinglyfied 2 kombiniert unterschiedliche Hardwarekomponenten und Software, mittels derer sich Sensoren anbinden und ihre Daten auswerten lassen. Dadurch eignet sich das System auch als Nachrüstlösung.

26.01.2018
Kai Tubessing
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IoT-Technologie-Stack ermöglicht individuelle Sensorsysteme (Chart: SSV Software Systems GmbH)

Die Hannoveraner SSV Software Systems GmbH stellt mit T hinglyfied 2 ein IoT-Technologie-Stack vor, das bestehende Anlagen um Industrie-4.0-Funktionen erweitern kann. Oder man nutzt es als Grundlage zur IoT-basierten Datenauswertung. Neu bei Thinglyfied 2 ist die Bereitstellung eigener Data-Science-Funktionen für den Cloud-Einsatz. Das System ermöglicht beispielsweise die Anbindung batteriebetriebener Sensoren, die unter anderem Informationen zur Auswertung durch cloudbasierte Predictive-Analytics-Services von Drittanbietern bereitstellen. Der Fokus des Herstellers liegt insbesondere auf dem Gewinn von Daten aus Zeitreihenmessungen.

Als Anwendungsbeispiel führt SSV die Integration eines MEMS-Sensors zur Erfassungen von Vibrationen im Inneren eines geschlossenen Gehäuses mit IP54-Schutz an. Diese Informationen ermöglichen es etwa, eine Aussage über den Zustand verbauter Antriebselemente zu treffen und Lösungen zur vorausschauenden Wartung zu implementieren. Ein die gesamte Systemarchitektur umspannendes Sicherheitskonzept schützt dabei den Datenfluss.

Die Schaffung der technologischen Grundlagen entbinden die Unternehmen jedoch nicht von der Pflicht, eigene, effektive Auswertungsprozesse für die gewonnenen Informationen zu schaffen: Im Rahmen der letzten McKinsey-Befragung zu diesem Thema stellte sich heraus, dass 54 % der Unternehmen lediglich 10 % der erhobenen Datensätze verwenden.