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KI am Steuer? Aber bitte mit Führerschein!

TÜV SÜD, NVIDIA und die AVL GmbH aus Österreich kooperieren künftig mit dem Ziel, Sicherheitsanforderungen, kritische Fahrszenarien sowie notwendige Bewertungskriterien für automatisierte Fahrzeuge zu definieren, um eine Simulation als Prüfwerkzeug zu etablieren.

19.10.2018
TUEV_SUED
TÜV SÜD

Wegen der enorm hohen Zahl zu testender Fahrsituationen soll zukünftig eine Simulation eine zentrale Rolle bei der Homologation automatisierter Fahrzeuge spielen. Zur Validierung dieser Simulation als Methode für die Fahrzeugzulassung startet nun der TÜV SÜD mit dem US-amerikanischen Chip-Hersteller NVIDIA Corporation und dem österreichischen Entwickler von Antriebssystemen AVL eine weitreichende Kooperation, um seinen Führungsanspruch als neutrale Prüforganisation bei der Entwicklung autonomen Fahrens zu betonen.

"Technisch sicherzustellen, dass automatisierte Fahrfunktionen exakt und sicher ausgeführt werden, ist eine der größten Herausforderungen bei der Homologation und Zulassung autonomer Fahrzeuge", erklärt Patrick Fruth. Der Leiter der Division Mobility bei TÜV SÜD verweist in diesem Zusammenhang auf die besondere Rolle, die der TÜV SÜD hierbei einnimmt: "TÜV SÜD ist seit je her Garant für die Sicherheit - das gilt auch in Zukunft. Wir freuen uns, die Mobilität von morgen gemeinsam mit NVIDIA und AVL abzusichern, und Grundlagen für die Zulassung zu schaffen." Neben konventionellen Fahrversuchen soll zukünftig der Simulation eine zentrale Bedeutung zukommen. Für nahezu jede mögliche Fahrsituation - die Experten des TÜV SÜD kalkulieren mit 100 Millionen Situationen pro vollautomatisierter Fahrfunktion - soll sichergestellt sein, dass das Fahrzeug richtig und sicher reagiert. Deshalb seien laut der Kooperations-Partner skalierbare Verifikations- und Nachweismethoden nötig, um diese enorm hohe Zahl zu meistern. TÜV SÜD, NVIDIA und AVL arbeiten daher fortan eng zusammen, um die Simulation als Freigabewerkzeug zu validieren und zu etablieren. "Wir stellen uns gemeinsam der Herausforderung, wie eine digitale Homologation in der Zukunft aussehen und implementiert werden kann", betont Dr. Houssem Abdellatif, Global Head Autonomous Driving bei TÜV SÜD. Bereits bei der Fahrzeugentwicklung sollen die gewonnenen Erkenntnisse künftig angewandt werden. "Der frühe Einsatz sorgt nicht nur für mehr Effizienz, sondern zudem dafür, dass die Fahrfunktionen bereits in ihrer Entstehung immer nachweislich den regulatorischen Vorgaben entsprechen", so Dr. Abdellatif weiter.

TÜV SÜD AG (D-80686 München)
Website: www.tuev-sued.de

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