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Research & Technology

Nachhaltiges PEF könnte PET ersetzen

Polyester aus nachwachsenden Rohstoffen – der Ausgangsstoff für PEF wird zurzeit mit Hochdruck erforscht. Mit an Bord sind unter anderem die Ruhr-Uni Bochum und das internationale Konsortium PEFerence.

09.08.2018
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Dulce Morales, Steffen Cychy, Stefan Barwe, Dennis Hiltrop, Martin Muhler und Wolfgang Schuhmann (von links) © RUB, Marquard

Chemiker der Ruhr-Universität Bochum (RUB) haben einen neuen, kostengünstigen Nickelborid-Katalysator entwickelt, der die Umwandlung des Bioraffinerieprodukts 5-HMF in FDCA (2,5-Furandicarbonsäure) bewirkt. Gleichzeitig kann in der Reaktion der potenzielle Energieträger Wasserstoff gebildet werden. „FDCA ist für die Industrie interessant, weil es zu Polyestern verarbeitet werden kann“, erklärt Dr. Stefan Barwe vom Bochumer Zentrum für Elektrochemie. „So kann PEF, eine Alternative zu PET, hergestellt werden – und das alles basierend auf nachwachsenden Rohstoffen, nämlich Pflanzen.“

PEF (Polyethylendicarboxyfuranoat) ist leichter und hitzebeständiger als PET und zu 100 % recyclebar. Als Alternative zu PET bringt es erhebliche Vorteile mit sich. Deshalb steht es auch im Mittelpunkt eines internationalen Konsortiums, das sich unter dem Namen PEFerence zusammengeschlossen hat. Die elf Mitglieder aus acht Ländern planen den Bau einer Anlage mit einer Jahreskapazität von 50.000 Tonnen reinem FDCA und streben eine weltweite Führungsrolle in der Produktion und Vermarktung von FDCA und PEF an. Zu dem Konsortium gehören unter anderem die Firmen Synvina , BASF , Avantium und Tereos .