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Deutschland geht bei Batterien der Saft aus

Mit steigender Elektromobilität wächst auch der Bedarf an entsprechenden Batterien. Deutsche Unternehmen seien aber von externen Zulieferern und deren Versorgung abhängig, meldet das Öko-Institut.

08.02.2019
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Deutschland geht bei Batterien der Saft aus (Bild: Öko-Institut e.V.)

Im Jahr 2050 könnten weltweit 80 % aller neu zugelassenen Pkw mit alternativen Antrieben ausgestattet sein, schätzt das Öko-Institut in einer neuen Kurzstudie . Den Berechnungen zufolge wären dann Jahreskapazitäten von bis zu 6.600 Gigawattstunden notwendig. Um diese Batteriemengen herzustellen, bräuchte es 220 Gigafabriken. Schon bis 2030 wird ein deutlicher Anstieg in der Nachfrage nach Lithium, Kobalt und Nickel erwartet. Eine generelle Verknappung der Rohstoffe erwarten die Experten aber nicht.

Es hake weniger bei den Batteriesystemen, die in Europa auch von deutschen Firmen hergestellt werden, heißt es beim Öko-Institut weiter. Die Batteriezellen aber müssten vorwiegend von asiatischen Herstellern zugekauft werden. Wenn Deutschland ein Leitmarkt für Elektromobilität werden solle, müsse auch die Wertschöpfung überwiegend dort angesiedelt werden. Für eine sichere Rohstoffversorgung sei auch die Recycling-Infrastruktur für Lithium-Ionen-Batterien „ambitioniert“ auszubauen. Dann könnten bis 2030 rund 10 % und 2050 etwa 40 % des weltweiten Bedarfs durch Batterierecycling gewonnen werden.

Die Bundesregierung treibt das Thema mittlerweile ebenfalls voran. Wirtschaftsminister Peter Altmaier plant der Wochenzeitung „Die Zeit“ zufolge , den Aufbau einer Batteriezellenfabrik in Deutschland mit einer Mrd. Euro zu unterstützen. Die Produktion könnte seiner Einschätzung nach 2021 aufgenommen werden.

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