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Die Batterieproduktion wird billiger und weniger giftig

Mit einem neuen Verfahren reduziert das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) die Energiekosten und die giftigen Lösungsmittel bei der Herstellung von Batterien. Ein finnisches Unternehmen erprobt die Technologie bereits erfolgreich in der Praxis.

25.06.2019
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Bild: Fraunhofer IWS Dresden

Bei dem neuen Verfahren des Fraunhofer IWS werden die Elektroden der Energiespeicherzellen mit einem trockenen Film statt mit flüssigen Chemikalien beschichtet. Hersteller können damit auf giftige und teure Lösungsmittel verzichten und Energiekosten bei der Trocknung sparen. Außerdem lassen sich mit der Technologie Elektrodenmaterialien verwenden, die man nasschemisch kaum oder gar nicht verarbeiten kann. Eben diese Werkstoffe werden aber für künftige Batterien mit höherer Energiedichte benötigt. „Wir denken aus all diesen Gründen, dass unsere Technologie dabei helfen kann, eine international wettbewerbsfähige Batteriezellproduktion in Deutschland und Europa möglich zu machen“, sagt IWS-Projektleiter Dr. Benjamin Schumm.

Das finnische Batterieunternehmen BroadBit Batteries hat in seiner Fabrik in Espoo, der zweitgrößten Stadt des Landes, gemeinsam mit dem IWS bereits eine Pilotanlage zur Produktion neuartiger Natrium-Ionen-Batterien in Betrieb genommen. „Die Nachfrage für unsere Technologie ist groß, auch in Deutschland“, berichtet Benjamin Schumm. Im Labormaßstab kann das IWS Elektrodenfolien bereits kontinuierlich mit mehreren Metern pro Minute beschichten und somit das Potential für die Aufskalierung in den Produktionsmaßstab demonstrieren.

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