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Die längste Seebrücke der Welt hat deutsche Sensoren

Auf der im letzten Jahr eröffneten Hongkong-Zhuhai-Macau-Brücke sollen die Sensoren aus Oberbayern dabei helfen, die Folgen von möglichen Schiffskollisionen schnell abschätzen zu können.

11.04.2019
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Die längste Seebrücke der Welt hat deutsche Sensoren (Bild: ASC GMBH & Dewesoft d.o.o.)

Die Hongkong-Zhuhai-Macau-Brücke überspannt das Perlflussdelta zwischen Macau und Zhuhai auf der einen und Hongkong auf der anderen Seite. Dort herrscht reger Schiffsverkehr, unter anderem wird die Strecke von zahlreichen Tankern befahren. Die Brückenbauer haben daher von vornherein Kollisionen von Schiffen mit den Pfeilern der 22,9 km langen Hauptbrücke einkalkuliert und sie mit Sensoren ausgestattet, um mögliche Folgen schnell einschätzen zu können.

Die Wahl fiel auf triaxiale kapazitive Beschleunigungssensoren vom Typ CS-1611LN des Herstellers ASC aus Pfaffenhofen nördlich von München. Die Sensoren wurden seitlich an den Köpfen der Brückenpfeiler angebracht. Sie besitzen einen Messbereich von +/- 5 g, eine Empfindlichkeit von 4 bis 0,16 mV/g und einen Stromsignalausgang von 4 bis 20 mA. Letzteres ermöglicht eine verlustfreie Signalübertragung auch bei Kabellängen über 100 m, wie sie bei dieser und anderen Brücken verwendet werden. Für die Auswertung der von den Sensoren gelieferten Daten ist das System Krypton der slowenischen Firma Dewesoft zuständig. Zusammen bilden sie das Herz des Structural Health Monitoring der Straßenverbindung.

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