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Digitaler Zwilling

Digitale Zwillinge sind schwer im Kommen

Laut einer aktuellen Umfrage wollen immer mehr Unternehmen digitale Zwillinge ihrer Anlagen aufbauen. 2019 könnte dafür das entscheidende Jahr werden.

07.04.2019
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Digitale Zwillinge sind schwer im Kommen (Foto: Deutsche Messe)

Das Marktforschungsinstitut Gartner hat in China, Deutschland, Großbritannien, Indien, Japan und den USA insgesamt 599 Unternehmen mit einem Jahresumsatz ab 50 Mio. US-Dollar und mindestens einem laufenden IoT-Projekt befragt . Danach nutzen derzeit zwar nur 13 % einen Digital Twin, jedoch sind bei 62 % entsprechende Projekte zumindest in der Planung. Diese Ergebnisse deuten laut Gartner darauf hin, dass digitale Zwillinge sich im laufenden Jahr allmählich bei der breiten Masse der Firmen durchsetzen. Treiber der Entwicklung ist dabei in erster Linie das Internet of Things (IoT). Die Anwender wollen mit den digitalen Zwillingen Ausfallzeiten und Reparaturaufwand verringern oder ihre Produkte von denen der Konkurrenz abheben.

Die große Mehrheit der befragten Unternehmen (88 %) nutzt digitale Zwillinge für Simulationen, etwa um beim Flugzeugbau die Auswirkungen des neuen Designs eines Einzelteils auf die Flugeigenschaften abzuschätzen. Die am häufigsten genutzten Datenquellen für die digitalen Abbilder sind CAE-Software (48 %), ERP-Anwendungen (47 %), Wartungsdaten (45 %) sowie Sensoren, System-Engineering- und Analyse-Software (jeweils 44 %). Im Schnitt greifen die Anwender auf fünf verschiedene Quellen zurück.

Als Trend hat Gartner die Integration mehrerer digitaler Zwillinge ausgemacht. So könnte es beispielsweise in einem Kraftwerk mehrere Digital Twins für die verschiedenen Ventile, Pumpen und Generatoren geben sowie einen übergreifenden Twin, der alle Daten in sich vereint.

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