Anzeige
Anzeige
HANNOVER MESSE 2020, 20. - 24. April
wechseln zu:
Additive Fertigung

Hartmetall-Druck

Additive Verfahren ermöglichen komplexe Geometrien von Hartmetallwerkzeugen, sind bislang jedoch hinsichtlich Härte und Bauteilgröße eingeschränkt.

12.02.2019
Hartmetalldruck
Quelle: Fraunhofer IKTS

Forscher am Fraunhofer IKTS in Dresden haben nun das 3D-Druckverfahren Fused Filament Fabrication auf Hartmetalle adaptiert. Die Entwicklung erfüllt erstmals alle Anforderungen für den Einsatz in Bearbeitungswerkzeugen, versprechen die Forscher. Das aus der kunststoffverarbeitenden Industrie stammende additive Fertigungsverfahren Fused Filament Fabrication (FFF) wurde am IKTS zunächst auf Keramiken und Verbundwerkstoffe adaptiert. Durch die materialeffiziente FFF eröffnen sich aber auch für Hartmetalle Möglichkeiten zur Herstellung von großen, komplexen Prototypen oder Sonderwerkzeugen. Bei der FFF werden 3D-Körper aus einem flexiblen, schmelzfähigen Filament aufgebaut.

Dem Fraunhofer IKTS ist es gelungen, das für das FFF notwendige Filament aus hartmetallischen Pulvern mit organischen Bindern herzustellen. Je nach Werkstoffgefüge lassen sich über reduzierte Korngröße und Bindergehalt die Härte, Druck- und Biegefestigkeit von Hartmetallen gezielt steigern. Die Filamente können als Halbzeug in Standarddruckern eingesetzt werden.

Maschinen verstehen gar nichts. Verständnis und Deutung liegen immer beim Menschen.

Arago-CEO Chris Boos über Künstliche Intelligenz

Anzeige
Anzeige