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IBM und Ford wollen Kobalt-Lieferungen überwachen

Die beiden Unternehmen planen, die Blockchain-Technik einsetzen, um den Lieferweg von Rohstoffen rückverfolgen und validieren zu können. Als Erstes ist der Einsatz bei Kobalt geplant, dessen Abbaubedingungen immer wieder in der Kritik stehen.

31.01.2019
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IBM und Ford wollen Kobalt-Lieferungen überwachen (Foto: IBM Corporation)

Kobalt ist nötig für die Produktion von Lithium-Ionen-Batterien, wie sie in Elektroautos zum Einsatz kommen. Eine Batterie enthält bis zu 20 Pfund Kobalt. Analysten schätzen, dass sich die weltweite Nachfrage bis zum Jahr 2026 aufgrund der zunehmenden Elektromobilität vervierfachen wird.

Die wichtigsten Förderländer für das Mineral sind die Demokratische Republik Kongo und Sambia. Um den Weg des Kobalts von den Minen der Firma Congo Dongfan International Mining (CDM), einer Tochterfirma der chinesischen Huayou Cobalt , bis zu den Ford-Werken in den USA nachverfolgen zu können, soll in einem Pilotprojekt die Blockchain-Technik eingesetzt werden. Ziel ist es, ein offenes, branchenweites Netzwerk zur Rückverfolgung und Validierung von Mineralien und anderen Rohstoffen zu schaffen. Beteiligt sind an dem Projekt neben IBM und Ford auch Huayou Cobalt, das südkoreanische Chemieunternehmen LG Chem und die Unternehmensgruppe RCS Global , die sich für die ethische Beschaffung von Rohstoffen engagiert.

Als technische Basis dient die Blockchain-Plattform von IBM, hinzu kommt das Hyperledger Fabric der Linux Foundation. Damit soll allen an der Lieferkette beteiligten Unternehmen ein Tracking des Kobalts ermöglicht werden. IBM und Ford werben derzeit um weitere Partner für das Projekt. Ist es erfolgreich, soll es auf andere Rohstoffe ausgedehnt werden.

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