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Karlsruhe stellt Supraleitkabel aus neuem Material vor

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat ein vielseitiges Supraleiterkabel entwickelt, das bei moderater Kühlung elektrische Energie nahezu verlustfrei transportiert. Es kann auf einfache Weise industriell gefertigt werden.

04.04.2019
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Karlsruhe stellt Supraleitkabel aus neuem Material vor (Bild: ITEP, KIT)

Ob für die Anbindung von Windparks, die Gleichstromversorgung auf Schiffen oder sogar für leichte und kompakte Hochstromleitungen in künftigen vollelektrischen Flugzeugen: Supraleiter sind für energiesparende Technologien attraktiv, weil sie nahezu verlustfrei arbeiten. Allerdings ist dafür in der Regel eine Kühlung mit flüssigem Helium auf –269° Celsius erforderlich.

Der neue Hochtemperatursupraleiter Cross Conductor (HTS CroCo) des KIT ist hingegen bereits bei –196° Celsius einsatzbereit, weil er aus Rare-Earth Barium-Copper-Oxide (REBCO) besteht. Seine hohe Stromtragfähigkeit spart Platz und Gewicht im Vergleich zu herkömmlichen Kabeln aus Kupfer oder Aluminium. Die supraleitende Schicht, die den hohen Strom trägt, ist in den fertigen Kabeln nur wenige tausendstel Millimeter dick, was Materialkosten spart. Der CroCo eignet sich für die energiesparende Erzeugung starker Magnetfelder, aber auch zum Transport großer Mengen elektrischer Energie. Wird zur Kühlung flüssiger Wasserstoff genutzt, kann er sogar chemische und elektrische Energie gemeinsam transportieren.

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