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Industrie 4.0

KMU geben sich selbst die rote Laterne

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sehen sich als Nachzügler in Sachen Digitalisierung. Deutlich positiver schätzen sich große Firmen und Konzerne in Deutschland ein.

27.04.2019
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KMU geben sich selbst die rote Laterne (Chart: Bitkom)

Eine repräsentative Umfrage des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 600 deutschen Unternehmen ab 20 Mitarbeitern kommt zu dem Schluss, dass nach wie vor Nachholbedarf bei der Industrie 4.0-Umsetzung herrscht: Eine Mehrheit von 56 % der KMU bewertet die eigene Entwicklungsstufe als die eines digitalen Nachzüglers, nur 37% sehen sich in einer Vorreiterrolle. Immerhin geht nur eine absolute Minderheit von 2% davon aus, dass sie den Anschluss an die Entwicklung komplett verpasst habe. Positiver fällt die Selbsteinschätzung von großen Firmen und Konzernen ab 500 sowie ab 2000 Mitarbeitern aus: Hier zählen sich jeweils 58 bzw. 65 % zu den Industrie-4.0-Vorreitern. Für die Gesamtwirtschaft heißt das, dass 39 % aller Unternehmen sich für Vorreiter beim Thema Digitalisierung halten, 55% für Nachzügler und 3 % für völlig abgehängt.

Auffällig sind die Unterschiede zwischen den Branchen: Während sich nur 30 % aller Industrieunternehmen als Vorreiter und 61 % als Nachzügler bezeichnen, sehen sich immerhin 49 % der Handelsunternehmen und 37 % der Dienstleister als Wegbereiter der Digitalisierung. Allerdings haben besonders die KMU bei der Einführung von Industrie-4.0-Technologien zu kämpfen: Einer neuen Industrie 4.0-Studie zufolge fehlt es ihnen zwar nicht an Förderprogrammen und -initiativen, jedoch oft an qualifiziertem Personal.

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