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Rotorblätter von Windanlagen beflügeln das Recycling

Das Fraunhofer-Institut für Holzforschung präsentierte auf der Messe LIGNA in Hannover neue Recycling-Techniken für Rotorblätter von Windkraftanlagen. Sie lassen sich beispielsweise zu besonders leichten und effizienten Dämmstoffmatten verarbeiten.

22.07.2019
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Fraunhofer Institute for Wood Research, Wilhelm-Klauditz-Institut WKI | Manuela Lingnau

In den kommenden Jahren laufen Tausende von Windkraftanlagen aus der Förderung heraus, viele von ihnen werden daraufhin vermutlich stillgelegt. Das Fraunhofer-Institut für Holzforschung (Wilhelm-Klauditz-Institut WKI) in Braunschweig zeigte nun auf der LIGNA, der Weltleitmesse für Werkzeuge, Maschinen und Anlagen für die Holzbe- und -verarbeitung, neue Wege für das Recycling der Rotorblätter. Anstatt die zu großen Teilen aus Balsaholz gefertigten Blätter wie bisher üblich zu verbrennen, schlägt das Fraunhofer-Institut vor , sie u.a. zu Holzfaser-Dämmstoffmatten weiterzuverarbeiten. Mit einer Dichte von weniger als 20 kg/m3 sind die Recycling-Matten deutlich leichter als alle anderen Modelle auf dem Markt und bieten zudem bezogen auf das Gewicht eine bessere Dämmung.

Die WissenschaftlerInnen des Instituts stellten auf der LIGNA außerdem extrudierte Terrassendielen aus Wood-Polymer-Composites (WPC) vor, die ebenfalls aus dem Balsaholz der Rotorblätter entstanden. Sie sind nicht nur leichter, sondern auch fester als die derzeit verfügbaren Standard-WPC-Terrassendielen. Weiterhin wurde ein neuartiger Holzschaum aus recyceltem Balsaholz präsentiert.

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