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Leichtbau

Schneller und günstiger dank digitalem Zwilling

Mit der Software der Simutence GmbH lassen sich die Herstellbarkeit von Faserverbundbauteilen und Hybriden präzise vorhersagen. Das erlaubt nicht nur den Verzicht auf teure Demonstratoren, sondern beschleunigt auch Prozesse.

04.10.2019
Simutence_Team
Das Team der Simutence GmbH (v.l.n.r.): Dr.-Ing. Martin Hohberg, Dr.-Ing. Benedikt Fengler und Dominik Dörr. Quelle: Simutence GmbH

Für die Maschinenbauer von Simutence geht der Blick immer auf die gesamte Prozesskette, um die Daten aus jedem einzelnen Schritt im weiteren Verlauf des Rechenmodells mit zu berücksichtigen. Das steigert die Vorhersagegüte des digitalen Zwillings. Auf Basis neutraler Schnittstellen kann die Simutence-Software an bestehende Anwendungen angedockt werden. So lässt sich auch der Zukauf von teuren Insellösungen vermeiden, die nur für einen speziellen Fall nutzbar wären.

Mit dieser Innovation schafft es die Simutence GmbH zum sogenannten ThinKing im September 2019. Mit diesem Label gibt die Leichtbau BW GmbH monatlich innovativen Produkten oder Dienstleistungen im Leichtbau aus Baden-Württemberg eine Plattform.

„Wir beschäftigen uns mit Simulationsmethoden, um daraus digitale Zwillinge von Bauteilen aus Faserverbundwerkstoffen oder Hybridbauteile zu erstellen“, sagt Dominik Dörr, einer der drei Gründer von Simutence.

„Wir wollen keine Insellösungen anbieten, die nur genau für einen Spezialfall funktionieren. Es geht vor allem darum, die gesamte Prozesskette virtuell abzubilden – also von der Simulation des Umformprozesses über die Verzugs- bis hin zur Struktursimulationen alle Schritte miteinzubeziehen. Das ist besonders für die Großserie wichtig“, ergänzt Benedikt Fengler. Das steigere die Vorhersagegüte und Genauigkeit der Simulationen. Dazu gehört etwa der Einsatz von Optimierungsrechnungen für die Topologie von Rippenstrukturen, den Lagenaufbau von Laminaten oder lokale Patch-Verstärkungen.

„Die Daten werden innerhalb dieser virtuellen Prozesskette immer bei jedem Schritt mit weitergegeben, sodass wir in der Lage sind, sehr präzise die Herstellbarkeit eines Bauteils vorherzugsagen“, so Fengler.

Doch warum der Umweg über einen digitalen Zwilling? „Man kann sich so teure Demonstratoren sparen und letztlich auch schneller produzieren, weil man nicht erst ein Bauteil physisch herstellen und dann testen muss“, sagt Dörr. „Wir testen mit unseren Simulationstools die Bauteile vorab digital und optimieren den Prozess sowie die Konstruktion beziehungsweise Geometrie des Bauteils.“

Leichtbau ist eines der Schwerpunktthemen der kommenden HANNOVER MESSE.

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