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Uni Siegen arbeitet an der Optimierung von Organoblechen

Organobleche sind faserverstärkte Kunststoffplatten aus Thermoplasten, die nur etwa 70 % des Gewichts von Aluminium aufweisen, was sie für den Fahrzeugbau der Zukunft prädestiniert. Weil die Fertigung aber schwierig ist, erforscht die Uni Siegen neue Verfahren.

15.02.2019
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Uni Siegen arbeitet an der Optimierung von Organoblechen (Bild: Universität Siegen)

Noch haben sich die Organobleche nicht etabliert, weil derzeit keine sichere Prozess- und Bauteilbeherrschung gelingt. Bei der Herstellung von Bauteilen müssen die Organobleche zunächst erhitzt werden. Beim anschließenden Pressen verschieben sich die Glasfasern des Materials. Damit das entstehende Bauteil jedoch dauerhaft stabil ist, müssen die Fasern richtig angeordnet sein. Um hier Kontrolle zu ermöglichen, arbeiten Prof. Dr. Peter Haring Bolívar, Projektleiter des Zentrums für Sensorsysteme (ZESS) an der Uni Siegen, und sein Team zusammen mit Industriepartnern an einem Analyse-System : Es soll Veränderungen am Material bereits während der Umformung anzeigen.

Dafür wollen die Forscher zum einen impulsive Thermografie einsetzen, um mit einer Art Wärmebildkamera nach Fehlern zu suchen. Zum anderen soll eine 3D-Terahertz-Bildgebung eine tiefergehende Analyse der Fehler erlauben. Gleichzeitig erforscht ein zweites Team an der Uni Siegen, welche Verschiebungen der Glasfasern bei den Organoblechen überhaupt problematisch und relevant sind.

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