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HANNOVER MESSE 2020, 20. - 24. April
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Wir wollen uns niemals aus den Augen verlieren!

Die Westsächsischen Hochschule Zwickau präsentiert auf der HANNOVER MESSE 2019 eine neuartige Feuerwehrmaske, die eine Navigation in brennenden und verrauchten Räumen ermöglicht. Das System kombiniert eine Atemschutzmaske mit integrierter Datenbrille und einer Raumlokalisierungselektronik.

01.04.2019
WHZ_Datenmaske
Westsächsische Hochschule Zwickau Datenmaske

Rettungseinsätze in stark verrauchten Gebäuden bergen oft die Gefahr, dass die Rettungskräfte in der ihnen meist unbekannten Umgebung die Orientierung verlieren, was im schlimmsten Fall einen tödlichen Ausgang nehmen kann. Daher vertraut man in solchen Situationen inzwischen auf ein Standardverfahren, bei dem sich Trupps aus je zwei Rettungskräften auf die Suche nach Hilfsbedürftigen begeben. Leider kann es jedoch geschehen, dass die oft allein auf ihren Tastsinn beschränkten Einsatzkräfte dabei den Kontakt zueinander verlieren, ohne dass dies sofort auffällt. Die besonderen Bedingungen der Situation erschweren dann meist ein Wiederauffinden des Partners. Die Fakultät Elektrotechnik der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) hat sich zu dieser Problematik entsprechende Gedanken gemacht und präsentiert als Ergebnis eine neuartige Feuerwehrmaske auf der HANNOVER MESSE 2019.

"Die Innovation besteht darin, dass in einer Atemschutzmaske für den Feuerwehreinsatz eine Datenbrille integriert wird. Rettungskräfte können sich somit in dunklen oder verrauchten Gebäuden mit schlechter Sicht bewegen und bekommen ins Sichtfeld wichtige Informationen wie ein Gebäude- und Fluchtplan, Anweisungen vom Truppführer oder eigene Vitalwerte angezeigt", erklärt WHZ-Professor Dr. Rigo Herold die neue Entwicklung. Für diese autonome "Navigations- und Kommunikationslösung" werden in die Schutzkleidung der Feuerwehrangehörigen drei leichtgewichtige Ultrabreitband-Funkknoten integriert (UWB). Mittels einer neuartigen Kombination aus Ankunftswinkel- und Distanzbestimmung können so drei notwendige, individuelle Signale analysiert und daraus die relative Position der Rettungskräfte zueinander berechnet werden. Allerdings stellt diese Anwendung sehr hohe Anforderungen an die Technik, so musste die komplette Optik, Elektronik und Stromversorgung in die Atemschutzmaske integriert werden, ohne das Sichtfeld des Trägers zu beeinträchtigen. Zudem musste die gesamte Technik der Maske nach außen luftdicht integriert werden. Gleichzeitig sind Hitzebeständigkeit und mechanische Stabilität unabdingbar. Bei der Einhaltung der Vorgaben half den Forschern der WHZ auch das Know-how, das sie bei vorherigen Forschungsprojekten zu Datenbrillen für Stahlwerker oder für Drucker erworben haben.

HS Zwickau, Dez. Forschung auf der HANNOVER MESSE

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