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Ölkonzerne investieren in Ladestationen

BP übernimmt den Ladeinfrastrukturanbieter Chargemaster und ist mit dieser Strategie nicht allein: Auch Shell ist bestrebt, sein Tankstellennetz durch E-Ladesäulen zu ergänzen.

12.07.2018
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Ölkonzerne investieren in Ladestationen

Chargemaster ist der größte Betreiber von Ladestationen in Großbritannien. Laut einer Mitteilung von BP besitzt das Unternehmen zurzeit rund 6.500 über das ganze Land verteilte Stationen zum Aufladen der Akkus von E-Fahrzeugen. Insgesamt stehen in Großbritannien rund 135.000 Ladestationen, bis 2040 soll sich die Zahl auf etwa 12 Millionen erhöhen. BP hat Chargemaster für einen nicht genannten Preis übernommen und wird die Firma unter dem Namen BP Chargemaster weiterführen.

Im vergangenen November gab bereits Shell eine Kooperation mit Ionity bekannt, einem Gemeinschaftsunternehmen von BMW, Daimler, Ford, Audi und Porsche. Vereinbart wurde, dass Shell an 80 seiner größten Autobahnraststätten in zehn europäischen Ländern Schnellladestationen von Ionity installiert, mit denen Fahrzeughalter in zwölf Minuten Strom für rund 400 km laden können. Außerdem arbeitet Shell mit dem Ladeinfrastrukturanbieter Allego zusammen und plant, auch sein übriges Tankstellennetz mit Ladesäulen auszustatten. Ebenfalls im November kündigte E.ON an, gemeinsam mit dem Elektromobilitätsdienstleister CLEVER in sieben Ländern ein Netz von 180 Ladestationen aufzubauen, das Elektrofahrzeugen eine durchgehende Fahrt von Norwegen bis nach Italien ermöglichen soll.