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Industrie 4.0

OPC UA mit TSN erobert die intelligente Fabrik

Die Bemühungen um einen einheitlichen Datenaustauschstandard für die industrielle Kommunikation sind erstaunlich erfolgreich. OPC UA liegt als hersteller- und plattformunabhängiges Protokoll klar in Führung.

08.12.2017
Claudia Witte
OPC
OPC UA mit TSN erobert die intelligente Fabrik (Grafik: OPC)

Eine vernetzte Produktion setzt einheitliche Protokolle und Echtzeitkommunikationsstandards voraus. Beste Chancen, diesen Platz einzunehmen, hat mittlerweile das um Pub/Sub ergänzte industrielle M2M-Kommunikationsprotokoll OPC UA in Verbindung mit TSN (Time Sensitive Networking), der IEEE-802.3-Echtzeiterweiterung.

OPC UA (Unified Architecture) überträgt nicht nur Daten, sondern auch Informationen und ist deshalb bereits zum dominierenden Standard für die Kommunikations- und Informationsebenen aller großen Smart-Manufacturing-Architekturen weltweit geworden. Seine Stärke ist der Adressraum, in dem sich bestehende Anwenderschnittstellen ("Profile") der Industrial-Ethernet-Protokolle abbilden lassen. Im November hat die OPC Foundation eine aktualisierte Fassung des UA Compliance Test Tools (UACTT) online gestellt.

Um OPC UA echtzeitfähig zu machen, wird es um einen Pub/Sub-Mechanismus ( Publisher/Subscriber ) erweitert und wohl künftig mit Time Sensitive Networking arbeiten. Weil man TSN-fähige Hardware in Zukunft von vielen Herstellern erwartet, wird diese Entwicklung auch als "Demokratisierung der Echtzeitkommunikation" verstanden: Mit TSN könnte fast jedes Protokoll Echtzeiteigenschaften bekommen.