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Additive Manufacturing

Rolls-Royce schickt mehr 3D-Komponenten in die Luft

Für den Bau der nächsten Triebwerksgeneration kombiniert das britische Unternehmen den 3D-Druck mit Leichtbaumaterialien. Insbesondere die Herstellung komplexer Bauteile lässt sich dadurch effizienter gestalten.

07.11.2018
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Rolls-Royce schickt mehr 3D-Komponenten in die Luft (Foto: Rolls-Royce Holdings plc.)

Das Flugzeugtriebwerk der kommenden Advance3-Generation besteht nach Angaben von Rolls-Royce aus rund 20.000 Einzelkomponenten. Vor allem bei der Fertigung komplexer Bauteile setzt das Unternehmen auf neue Materialien und additive Herstellungsverfahren . Die Briten sind von der Effizienz und der Qualität des Verfahrens überzeugt: In Tests entstand bereits ein Prototyp des neuen Motors, dessen Fertigstellung für 2025 geplant ist.

Rolls-Royce verwendet den klassischen 3D-Druck mittels Schichtauftrag (Additive Layer Manufacturing, AML), um komplexe Bauteile zu entwickeln, die im Rahmen des Designprozesses häufiger und schneller Anpassungen bedürfen. Zusätzlich werden Bauteile aus Faserverbundstoffen (Ceramic Matrix Composites, CMC) verwendet, die besonders temperaturbeständig sind und zudem deutlich leichter ausfallen als Komponenten auf Metallbasis. Der Hersteller erhofft sich leichtere, effizienter arbeitende Triebwerke und eine Treibstoffersparnis von 25 % gegenüber der aktuellen Generation. Auch General Electrics verwendet 3D-Druck für den Bau von Triebwerken und konnte so die Anzahl der verwendeten Teile um rund 30 % reduzieren.