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Industrie 4.0

Städte werden für die Industrie wieder attraktiver

Großstädte gewinnen als Industriestandorte an Bedeutung. Das liegt einer Studie zufolge unter anderem an der Nähe zu den Kunden und zu Forschungseinrichtungen. Zudem seien Industriebetriebe in großen Städten produktiver als andere.

11.12.2018
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Städte werden für die Industrie wieder attraktiver (Foto: DIW Berlin)

Die Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und der TU Berlin stellt fest, dass die Zahl der Industriebetriebe in Großstädten wächst: Zwischen 2012 und 2016 wurden dort 40 % mehr Industrieunternehmen gegründet als in kleineren Städten oder auf dem Land. Als Begründung führen die Autoren an, dass es bei bestimmten Produkten von Vorteil sei, in räumlicher Nähe zum Kunden zu produzieren – also in der Stadt. Bei den Hightech-Industrien spiele vermutlich die Nähe zu Forschungseinrichtungen eine wichtige Rolle.

Im Rahmen der gleichen Studie fand das DIW Berlin zudem heraus, dass in Großstädten angesiedelte Industrieunternehmen produktiver sind als solche in Randgebieten oder ländlichen Regionen. Das gelte besonders für Unternehmen, bei denen Forschung und Entwicklung stark ausgeprägt sind. Eine echte Renaissance der Metropolen als Industriestandort bedeuten die Ergebnisse den Forschern zufolge aber noch nicht. Damit es dazu komme, müssten die Neugründungen schnell wachsen und die bestehenden Industrieunternehmen die digitale Transformation erfolgreich meistern.

Zahlreiche Städte werben mittlerweile aktiv um die Gunst der Industrie. So hat das Nürnberger Wirtschaftsreferat ein Strategiepapier veröffentlicht, in dem konkrete Maßnahmen zur digitalen Transformation festgehalten sind. In Berlin wurde im Sommer der Masterplan Industriestadt Berlin 2018-2021 verabschiedet, in dem unter anderem die additive Fertigung als Schwerpunkt genannt wird.