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Research & Technology

Umweltfreundliches Laserverfahren spart beim Gold

Laserauftragschweißen statt Galvanik: Mit dieser Methode wird in einem Entwicklungsprojekt Gold auf elektrische Kontakte aufgebracht. Dadurch sollen sich Goldverbrauch und Energieaufwand deutlich verringern und die Entstehung giftiger Stoffe vermieden werden.

14.10.2018
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Umweltfreundliches Laserverfahren spart beim Gold (Foto: Fraunhofer IPT)

Gold verbessert die Leitfähigkeit und Korrosionsbeständigkeit von Kontaktstellen elektrischer Bauteile. Die konventionelle Galvanik erfordert jedoch einen hohen Material- und Energieeinsatz und verursacht umweltschädliche Belastungen. Da sie keine direkte Integration in die Stanz-Biege-Prozesskette zur Herstellung elektrischer Kontakte zulässt, entstehen hohe Kosten für den Transportweg zu den galvanischen Anlagen, für den Energie- und Rohstoffverbrauch und für die Abwasserreinigung.

Beim Auftragschweißen hingegen schmilzt der Laser Goldtropfen effizient von mehreren Mikrodrähten ab und benötigt kein Elektrolyt mit giftigen Stoffverbindungen. Der Kontaktbereich wird punktgenau beschichtet, dadurch kann das Goldvolumen erheblich reduziert werden. Im Projekt GeCo soll nun ein stabiler Beschichtungsprozess als Alternativtechnologie zur Galvanik realisiert werden – interessant für Hersteller von Stanzbauteilen und elektrischen Kontakten und für Beschichtungsunternehmen, da sie durch das Laserauftragschweißen kostengünstiger und umweltfreundlicher produzieren können. Partner des Projekts sind das Fraunhofer IPT , Carl Dillenius Metallwaren , F&K Delvotec , Harms & Wende und Inovan .