Bis zu 120 Motorrollen flexibel über eine einzige IP-Adresse ansteuern
Pepperl+Fuchs erweitert sein Fördertechnik-Portfolio um ein skalierbares Ethernet-Motorsteuersystem für bis zu 120 Motorrollen. Mit umfangreichen Diagnosedaten, Multiprotokollfähigkeit, IIoT-Anbindung und robuster IP67-Bauweise sollen effiziente und vorausschauende Anlagenprozesse unterstützt werden.
8. Juli 2026Teilen
Mit dem neuen G20-Ethernet-Motorsteuermodul erweitert Pepperl+Fuchs sein Portfolio um eine leistungsstarke und flexibel skalierbare Lösung zur Steuerung von Motorrollen in der Fördertechnik. Das Ethernet-G20-System besteht aus dem Ethernet-G20-Controller mit bis zu vier Linien à 15 G20-Motorsteuermodulen, wobei jedes Motorsteuermodul bis zu zwei Motorrollenanschlüsse bietet. So lassen sich mit dem innovativen System bis zu 120 Motorrollen (MDRs) flexibel über eine einzige IP-Adresse ansteuern. Erweiterte Diagnosedaten wie Stromaufnahme, Spannungspegel oder Laufzeit pro MDR bieten detaillierte Einblicke in den Zustand der Anlage und sollen so vorbeugende oder sogar vorausschauende Instandhaltungsmaßnahmen ermöglichen.
Skalierbares System für sämtliche Fördertechnikanwendungen
Für jedes Modul kann individuell entschieden werden, ob es im ZPA-Modus (Zero Pressure Accumulation) oder über die Steuerung (SPS) betrieben wird. Damit lassen sich innerhalb einer Förderstrecke unterschiedliche Anforderungen abbilden. Der gemischte Einsatz beider Modi bewirkt eine optimale Auslastung der Steuerung: Während sich einfache Förderaufgaben dezentral und besonders schnell im Modul selbst steuern lassen, bleibt die Steuerung für komplexe Aufgaben reserviert. Diagnosedaten wie Temperatur und Stromaufnahme pro Modul lassen sich sowohl in der Steuerung als auch über die REST-API-Schnittstelle abrufen.
Technologieoffene und zukunftssichere Lösung
Das G20-Ethernet-Motorsteuermodul unterstützt als Multiprotokoll-Gerät die gängigen Feldbusprotokolle PROFINET und EtherNet/IP. Zusätzlich ermöglichen REST API und OPC UA eine nahtlose IIoT-Kommunikation. Da sowohl Motorrollen mit 24 Volt als auch 48 Volt unterstützt werden, ist ein Umstieg durch eine einfache Anpassung der Versorgungsspannung jederzeit möglich. Neben der Ethernet-Variante umfasst das G20-Portfolio weitere Technologien wie ASi, IO-Link oder reine ZPA-Module. Dadurch kann für jede Anwendung die passende Lösung gewählt werden – unabhängig von bestehenden Infrastrukturen oder individuellen Kundenanforderungen.
Einfache Integration und robuste Bauweise
Die kompakten Motorsteuermodule der G20-Serie lassen sich ohne zusätzliches Werkzeug in die Tragschiene der Förderstrecke integrieren: Alle Kabel sind bereits Teil des Moduls, was den Installationsaufwand und potenzielle Fehlerquellen reduziert. Gut sichtbare LEDs zeigen den allgemeinen Modulstatus sowie den Zustand aller Sensoren und Motoren an und bieten so einen schnellen Überblick über die Anwendung. Mit Schutzart IP67 und einem Temperaturbereich von minus 25 bis plus 70 Grad Celsius ist das Modul auch für anspruchsvolle Industrieumgebungen ausgelegt. Vier frei konfigurierbare digitale Ein- und Ausgänge bieten zusätzliche Flexibilität.
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