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Brennstoffzellensysteme gelten als eine Möglichkeit, die Emissionen der Schifffahrt zu reduzieren. Eine Herausforderung besteht jedoch darin, Wasserstoff an Bord von Schiffen bereitzustellen und gleichzeitig unterschiedliche Betriebszustände – von konstanten Lasten bis zu dynamischen Lastwechseln – realitätsnah abzubilden. Eine Lösung dafür soll nun an einem maritimen Teststand des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Kiel erprobt werden.

Dafür liefert PowerCell Sweden AB ein integriertes Fuel-to-Power-System im Wert von rund 21 Millionen schwedischen Kronen. Das Unternehmen stattet die DLR-Testeinrichtung mit zwei Marine-System-225-Brennstoffzellensystemen, zwei Methanol-Reformern, einem Wasserstoff-Pufferspeicher sowie Gas-Mischung und integrierter Systemsteuerung aus. Die Auslieferung ist für das vierte Quartal 2026 vorgesehen, die Inbetriebnahme soll im ersten Halbjahr 2027 erfolgen.

Technisch basiert die Lösung auf der M2Power-Plattform von PowerCell, die für die Forschungsumgebung des DLR angepasst wird. Der entscheidende Ansatz besteht darin, Methanol zunächst in Wasserstoff umzuwandeln. Der so erzeugte Wasserstoff wird anschließend den PEM-Brennstoffzellen zugeführt und dort in elektrische Energie umgewandelt. Die für das Projekt eingesetzte Reformierungstechnik stammt von MReformer.

Das System soll am DLR ermöglichen, Betriebsprofile unterschiedlicher Schiffstypen nachzubilden. Neben stationären Betriebszuständen können dabei auch dynamische Lastzyklen untersucht werden. Ziel ist es, praktische Erkenntnisse über das Verhalten integrierter Brennstoffzellensysteme unter realitätsnahen maritimen Bedingungen zu gewinnen. Das Projekt ist Teil der Initiative „zero4cruise“ und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Der Ansatz verbindet damit standardisierte Komponenten mit einer anwendungsspezifischen Systemintegration. Nach Angaben von PowerCell soll das dabei gewonnene Betriebswissen dazu beitragen, Brennstoffzellensysteme künftig für unterschiedliche maritime Anwendungen weiterzuentwickeln – von der Bordenergieversorgung und dem Antrieb bis zur Energieversorgung im Hafen.

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